Rathaus in Hainburg

Neubau ist beschlossene Sache

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Viel Platz für ein neues Rathaus: Die „Postwiese“ an der Ecke Kirchstraße/L 3065 in Klein-Krotzenburg aus der Luft betrachtet.  

Hainburg - Die Gemeindevertreter in Hainburg haben am Montagabend offiziell den Neubau eines Rathauses beschlossen. Von Katrin Stassig

Nachdem das Thema im Ausschuss und in einer Bürgerversammlung ausführlich diskutiert worden war, fiel der Grundsatzbeschluss bei der Sitzung im Feuerwehrhaus Klein-Krotzenburg ohne Aussprache. Alle Fraktionen, mit Ausnahme der SPD, hatten den interfraktionellen Antrag unterzeichnet.

Der „Grundsatzbeschluss zum Neubau eines Rathauses“ enthält die Feststellung, dass „die jetzigen Rathäuser nicht mehr den Anforderungen für das Personal und die Bürger entsprechen und deshalb ein neues Rathaus geplant und errichtet werden soll“. Als Standort wird bekanntlich das Gelände zwischen Kirchstraße und Herderstraße in Klein-Krotzenburg bestimmt. Der Gemeindevorstand wird beauftragt, die Planung eines neuen Rathauses auf diesem Gelände zu veranlassen.

Neubau soll erweitert werden können

Dabei sollen, so hält der Antrag fest, im Vorfeld unter anderem folgende Fragen berücksichtigt werden: Wie hoch ist der genaue Raumbedarf aktuell? Wie lässt sich der Neubau erweitern, falls in Zukunft mehr Platz benötigt wird? Wo gibt es Möglichkeiten von Synergieeffekten durch die zentrale Lage und direkte Nachbarschaft von Kreuzburghalle, Schule und Feuerwehrhaus? Wie ist eine sinnvolle Verkehrsanbindung zu erreichen?

Gleichzeitig soll die Verwaltung prüfen, was mit den nicht mehr benötigten alten Rathausgebäuden und Grundstücken geschehen soll (andere Nutzung, Vermietung, Verkauf). Mit der Planung für den Rathausneubau soll der Gemeindevorstand einen detaillierten Finanzierungsplan vorlegen.

Gemeinde soll 60 bis 70 Prozent der Kosten selbst aufbringen

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Zu diesem Punkt fasste die Gemeindevertretung am Montag weitere Beschlüsse. Hainburg will sich, wie berichtet, ein neues Rathaus nur dann leisten, wenn die Gemeinde mindestens 60 bis 70 Prozent der Kosten von zirka 4,5 Millionen Euro selbst aufbringen kann. Dazu sollen in der „neuen Ortsmitte“ Grundstücke als Bauland ausgewiesen und verkauft werden. Ein Teil des Areals war ursprünglich als Standort für ein neues Rathaus im Gespräch. Es handelt sich um ein Flurstück an der Konrad-Adenauer-Straße, eines an der Ludwig-Erhard-Straße sowie ein weiteres östlich der Straße „Zum Königssee“. Durch die Änderung des Bebauungsplans soll dort eine Wohnbebauung mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern möglich werden.

Nicht durchsetzen konnten sich die Grünen mit ihrer Forderung, in der neuen Ortsmitte eine Fläche für sozialen Wohnungsbau freizuhalten. Bedarf sei vorhanden, meinte Fraktionschef Cliff Hollmann. Dem widersprachen Wigbert Appel (BFH) und Jürgen Harrer (CDU). Beide Baugenossenschaften hätten mitgeteilt, dass sie die Grundstücke nicht benötigen.

Antrag zu Kleingärten abgelehnt

Die Mehrheit der Gemeindevertreter lehnte außerdem den Antrag der Grünen ab, auf einer Parzelle an der Straße „Zum Königssee“ Kleingärten zu ermöglichen und mit den Nutzern eine verträgliche Lösung zu finden. Dort befinden sich an der so genannten „Hundskaute“ einige Grundstücke, die ähnlich wie Kleingärten genutzt werden – allerdings illegal. Nach Beschluss der Gemeindevertreter müssen ungenehmigte oder nicht genehmigungsfähige Anlagen und Bauten bis Ende 2015 beseitigt werden.

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