SPD gibt Umfrageergebnis zu Rathausprojekt bekannt / Ermittlungen eingestellt

Ein Neubau ist vielen zu teuer

Hainburg - Mit einer Postkartenaktion hat die SPD in Hainburg die Meinung der Bürger zum geplanten Rathausneubau erfragt (wir berichteten). Wie die Genossen mitteilen, steht das Ergebnis der Umfrage fest.

Ausführlich befasste sich der SPD-Vorstand in seiner jüngsten Sitzung mit dem Abstimmungsergebnis und den Anregungen, die die Hainburger zu diesem Thema gemacht haben. Zahlenmäßig sieht das Ergebnis folgendermaßen aus: Etwa zehn Prozent der verschickten Postkarten kamen beantwortet zurück. Davon waren 65 Prozent mit Nein gekennzeichnet (gegen einen Neubau). 35 Prozent befürworteten das Vorhaben. Bei den Karten, die mit Nein gekennzeichnet waren, gab es eine Vielzahl von Anregungen.

Am häufigsten wurde gesagt, es solle alles so bleiben, wie es ist, da ein Neubau zu teuer sei. Stattdessen bevorzugten die Unterzeichner einen Ausbau der beiden Rathäuser. Auch die Anmietung eines bestehenden Gebäudes wurde als Alternative vorgeschlagen.

Besser sei das Geld für eine Änderung der Verkehrssituation, für Beleuchtung mit LED-Lampen, für einen Sozialarbeiter für Jugendliche oder für den Ausbau der Kindergärten angelegt, nennt die SPD weitere Vorschläge. Der Großteil der Umfrage-Teilnehmer hat einen Absender angegeben. „Die Bürger stehen also zu dem, was sie sagen“, stellt SPD-Vorsitzender Manfred Tilsner fest.

In diesem Zusammenhang teilt er mit, dass die Polizei die Ermittlungen wegen Betrugs (gefälschte Postkarten, wir berichteten) eingestellt hat, da die Täter nicht festgestellt werden konnten. „Die zirka 500 gefälschten Karten wurden selbstverständlich bei der Auswertung nicht berücksichtigt.“

Zusammenfassend kommt Tilsner zu dem Schluss, „dass der Neubau des Rathauses von sehr vielen Bürgern abgelehnt wird“. Er schließt ähnliche Aktionen in der Zukunft nicht aus.

„Die SPD setzt sich weiterhin für die Belange der Bürger Hainburgs ein und wird die Versprechungen seitens des Gemeindevorstands über die Finanzierung genau beobachten.“

Der Rathausneubau auf dem Gelände zwischen Kirchstraße und Herderstraße in Klein-Krotzenburg ist bekanntlich beschlossene Sache und soll schätzungsweise 4,5 Millionen Euro kosten. J kd

Rubriklistenbild: © dpa

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