Örtliche Vereine einbinden, Bibliothek und Mensa

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Präsentierten die Eckpfeiler des Konzeptes einer bedarfsorientierten Ganztagsschule: Thorwald Ritter, Rolf Wich, Gisela Schobbe und Angelika Persichilli.

Hainstadt ‐ Als „rundum positiv und erfolgreich“ bewertet Gisela Schobbe, Leiterin der Johannes-Gutenberg-Schule, einen Info-Abend zur geplanten „bedarfsorientierten Ganztagsschule“, die ab dem Schuljahr 2011/12 in Hainstadt angeboten werden soll. Von Michael Hofmann

Den Gästen, darunter Bürgermeister Bessel und Arne Göhler aus der CDU-Kreistagsfraktion, erläuterten die Schulleiterinnen Schobbe und Angelika Persichilli den Stand der Planungen. Danach soll in den Osterferien 2010 mit dem Abriss der Pavillons begonnen werden und bis etwa Anfang 2011 ein neues Gebäude für die bedarfsorientierten Ganztagsschule an gleicher Stelle entstehen. Eine Mensa, in der die gemeinsamen Mittagessen eingenommen werden, sowie helle und freundliche Betreuungsräume sollen den Großteil des architektonisch anspruchsvollen Gebäudes ausfüllen.

Die Trägerschaft dieser Einrichtung, die als logische Entwicklung der heutigen Betreuung zu sehen sei, übernimmt der Förderverein der Johannes-Gutenberg-Schule. In das Konzept integriert werden solle auch der Hort „Kinderhaus“ aus dem nahe gelegenen ehemaligen Hainstädter Kindergarten, erläuterte Rolf Wich, der Vorsitzende des Fördervereins.

Basteln, Werken, Arbeitsgemeinschaften

Rolf Wich und Thorwald Ritter vom „Kinderhaus“ präsentierten die Eckpfeiler des Betreuungs-Konzeptes: Wahlweise können die Kinder bis 14 Uhr oder bis 17 Uhr bleiben. Bis 14 Uhr sollen die Kinder das Mittagessen, das in der eigenen Küche zubereitet wird, gemeinsam einnehmen. Danach erfolgt die Betreuung bei den Hausaufgaben. Ab 15 Uhr sind vielfältige Aktivitäten, wie Basteln, Werken, Arbeitsgemeinschaften und Ausflüge geplant. Die Kinder sollten aber auch die Möglichkeit haben sich zu entspannen. Dazu biete beispielsweise auch die Bibliothek genügend Raum, die künftig in einem Klassensaal ihren Platz finden soll.

Bei diesem Konzept wolle der Förderverein nach Möglichkeit auch die örtlichen Vereine einbinden, die damit auch die Chance haben, sich den Grundschülern zu präsentieren, so Rolf Wich weiter.

Die Flexibilität bestehe für die Eltern auch darin, dass sie die Kinder für gewisse Wochentage anmelden können. „Es gibt Eltern, die tageweise arbeiten. Da ist dieses Angebot perfekt auf die Bedürfnisse abgestimmt“, sagte Wich.

In Oster- und Herbstferien geöffnet

Auf Zustimmung bei den Besuchern der Info-Veranstaltung stießen auch die Jahresöffnungszeiten. So soll die Einrichtung in den Oster- und den Herbstferien geöffnet sein, dagegen in der ersten Januarwoche und den ersten drei Wochen der Sommerferien hingegen geschlossen, da zu dieser Zeit in der Gemeinde ausreichend andere Angebote wie Zeltlager und Ferienspiele im Angebot seien. „Die bedarfsorientierte Ganztagsschule wird ein Erfolgsmodell“, prophezeite Rolf Wich. Dennoch, so fügten Gisela Schobbe, Angelika Persichilli und Thorwald Ritter hinzu, werde sie familienergänzend und nicht -ersetzend sein.

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