ÖVV-Garde will mehr als tanzen

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Seit zehn Monaten trainieren die Gardemädchen wöchentlich für ihren Auftritt bei den Fastnachtssitzungen des ÖVV. Zur Gruppe gehören: Sarah Koch, Joanne Blum, Victoria Wenzel, Anica Czogalla, Kathrin Hofmann, Larissa Schrauder, Nadine Friedrich, Kathrin Rapp, Christina Völker, Eva Hofmann, Sina Koch, Anne Baier und Vanessa May.

Hainburg - Während die Namen des Prinzenpaars bei der Örtlichen Gemeinschaft der Vereine und Verbände (ÖVV) Klein-Krotzenburgs noch streng geheim sind, Prinzessin und Prinz in spe sich noch unbeobachtet bewegen können, treffen sich die Gardemädchen nun schon seit zehn Monaten in der Halle und üben.

„Wir haben nur vier Takte Zeit, um hochzuspringen. Ich bin echt mal gespannt. Und das Schlussbild müssen wir auch nochmal testen.“ Die Aufregung ist förmlich zu spüren in der Truppe, sie fiebern ihrem öffentlichen Auftritt bei der Sitzung entgegen, die 13 Mitglieder der ÖVV-Garde. Beweglichkeit und Fitness, dazu möglichst turnerische Erfahrung sind Voraussetzungen, um bei der Garde aktiv mitzutun. Und natürlich die Begeisterung für die Fastnacht, auch wenn einige sich sprachlich offenbar schon den rheinischen Begriff „Fasching“ angeeignet haben. Den Narren am Samstag, 1. Februar, zur Premiere in der Radsporthalle wird’s egal sein, die wollen sich von „de hübsche Mädscher“ begeistern lassen.

Sieben Schülerinnen, drei werdende Erzieherinnen, eine Friseurin, eine Bäckereifachverkäuferin und eine bekleidungstechnische Assistentin haben gemeinsam mit ihren Trainerinnen Maren Eißner und Eva Weih die Musik ausgesucht. In jeder Trainingseinheit lernten die 14- bis 22-Jährigen Neues dazu und beim Blick hinter die Kulissen wird schnell klar: Klassische Prinzengarde, das heißt mehr als nur tanzen.

Die Garde ist mit dem Prinzenpaar und dem Hofstaat unterwegs, besucht Kindergärten und Vereinsfeiern und ist auch bei den Fastnachtszügen mit dabei. Außerdem lässt sich die Truppe auch außerhalb der Saison für Auftritte buchen (Kontakt über die E-Mail-Adresse garde_ oevv@gmx.de).

Fast alles ist vorbereitet, der für die Garde zuständige ÖVV-Mann Jürgen Bott organisiert noch schnell mit einer Tänzerin in einem Seligenstädter Fachgeschäft den richtigen Hut und hat auch sonst schon den Terminplan für die Mädchen parat. Eine „tänzerisch anspruchsvolle Darbietung“ verspricht sich Trainerin Maren Eißner am 1. Februar während der ÖVV-Sitzung von ihrer Garde und sieht dann ihre Vorstellungen verwirklicht: Jede Einzelne weiterbringen und dann mit der gesamten Gruppe das Ziel erreichen.

Kinderfastnachtzug in Hainburg

Kinderfastnachtzug in Hainburg

Bis dahin dürfte auch ein Trinkspruch gefunden sein, die Schritte sitzen, Drehungen gelingen, auf Gleichschritt wird ohnehin geachtet und für alle Eventualitäten soll es eine Lösung geben. Gerade deshalb sind die drei „Springer“ im Team neben den zehn festen Tänzerinnen außerordentlich wichtig. Sie müssen flexibel sein, einspringen für Verletzte, und das kann auch schon mal kurz vor einem Auftritt sein. Dann, wenn zwei Stunden vor dem Auftritt ohnehin alle Lampenfieber haben, die aufgeregten „Neuen“ ebenso wie die erfahrenen Gardetänzerinnen. Spätestens während des Tanzes ist das vergessen, beim Rad schlagen, Spagat oder anderen kreativen Figuren, dann gibt es den Lohn, der in der Sitzung für alle Akteure auf der Bühne das Wichtigste ist: Der Applaus des Publikums nach zehn Monaten harter Probe.

(beko)

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