Erleichterung für Kinder und Eltern

Portal Webkita startet in Hainburg

Hainburg - Nach einem Jahr Vorbereitung startet heute das mit Spannung erwartete System „Webkita“ in Hainburg. Eltern können ihren Nachwuchs künftig über die Homepage der Gemeinde für Wunsch-Kitas vormerken lassen. Von Katrin Stassig

So sollen die Übersicht über Wartelisten vereinfacht und Mehrfachanmeldungen vermieden werden. Die Einführung des Programms „Webkita“ war in den vergangenen Monaten mit viel Aufwand unter Federführung des Ersten Beigeordneten Christian Spahn (CDU) verbunden. Mit den Trägern und den Leiterinnen der Kindertagesstätten wurden Abstimmungsgespräche geführt, anschließend folgten Schulungen der Fachkräfte. Am heutigen 15. August ist nun – etwa ein Jahr nach der politischen Entscheidung – der offizielle Starttermin. Das Online-Portal ist über die Internetseite der Gemeinde Hainburg unter „Leben und Wohnen/Kindertagesstätten“ erreichbar. „Das Programm wird in vielen Bereichen eine Erleichterung bringen“, ist sich Christian Spahn sicher. „An erster Stelle natürlich für die Eltern, die eine geeignete Einrichtung für ihr Kind suchen. Aber auch für die Einrichtungen, Träger und unsere Verwaltung sind die Vorteile groß. Die Bearbeitung der eingehenden Interessensbekundungen wird schneller und einfacher erfolgen, das mühsame Abgleichen von Mehrfachanmeldungen entfällt.“

„Wir freuen uns sehr, den Eltern nun diesen Service anbieten zu können“, betont auch Bürgermeister Alexander Böhn (CDU). „Sie haben hier die Möglichkeit, sich an einer zentralen Stelle umfassend zu allen sechs Kindertagesstätten zu informieren und anschließend für eine oder mehrere Wunscheinrichtungen eine Interessensbekundung abzugeben.“ Im Programm sind die Einrichtungen der kirchlichen und freien Träger in Hainburg aufgeführt und vorgestellt. Kommunale Kitas gibt es bekanntlich nicht. Eltern können ihre Kinder in den gewünschten Kitas vormerken lassen und dabei eine Priorisierung vornehmen. Spahn erläutert das Prozedere: Die Kita, die an erster Stelle auf der Liste steht, erhält zuerst die Informationen. Falls dort zum gewünschten Termin kein Platz frei ist, gehen die Daten an die nächste Kita in der Liste. So wird vermieden, dass Eltern Zusagen von mehreren Kitas erhalten, andere das Nachsehen haben bzw. lange auf eine Zusage warten müssen. Auch aufgeblähte Wartelisten sollen mit dem neuen System Geschichte sein. In der Vergangenheit standen Namen in einer Kita auf der Liste, während sie in einer anderen längst einen Platz erhalten hatten.

Auch werde durch das Programm ein besserer Überblick über die benötigten Plätze für Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt ermöglicht, so Spahn. Dies stelle eine wichtige Unterstützung bei der weiteren Bedarfsplanung von Betreuungsplätzen dar. Der Datenschutz macht es erforderlich, dass Eltern, die ihre Kinder bereits schriftlich in einer Kita vorgemerkt haben, dies erneut ins System eintragen müssen. Aus rechtlichen Gründen darf die Verwaltung die Daten, die den kirchlichen und freien Trägern vorliegen, nicht einsehen und kann sie deshalb nicht selbst einpflegen. Die betroffenen Eltern werden laut Spahn von den Kitas angesprochen. Die Kitaleitungen unterstützen Eltern, falls sie zum Beispiel wegen mangelnder Sprachkenntnisse mit dem System nicht zurechtkommen. Auch die Gemeindeverwaltung plant eine kleine Sprechstunde, in der Eltern sich informieren und Fragen klären können.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Hainburg ist nicht die erste Kommune, die mit „Webkita“ arbeitet. Auch Dreieich, Mühlheim oder Heusenstamm nutzen das System. Engen Kontakt hatte die Hainburger Verwaltung im Vorfeld mit der Stadt Rödermark, wo das Programm schon länger im Einsatz ist. Dort habe es durchaus Anlaufschwierigkeiten gegeben, berichtet Spahn. „Wir haben uns Tipps geholt und hoffen, dass wir die Probleme, die dort aufgetreten sind, bei uns vermeiden können.“

Rubriklistenbild: © dpa

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