Leseclubs2.0 der Bücherstube Klingler

Preis der Jugendjury für Hainburger Favorit

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Gespräch des Leseclubs 2.0 mit den Autorinnen Becky Albertalli (sitzend links) und Tamara Bach (hinten rechts) am Stand des Carlsen-Verlags.

Hainburg -  Der Leseclub 2. 0 der Hainburger Bücherstube Klingler hat in diesem Jahr wieder mit über die Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises entschieden.

14 Jugendliche waren mit Buchhändlerin Claudia Becker-Klingler und Teamerin Eva Mauser auf der Buchmesse in Frankfurt, um Gespräche mit den Nominierten zu führen und bei der Preisverleihung dabei zu sein. Sechs Leseclubs aus ganz Deutschland sichten jedes Jahr die Neuerscheinungen der Jugendbuchverlage, um ihren Favoriten zu wählen, der es dann auf die Nominierungsliste für den Preis der Jugendjury schafft. Der Club aus Hainburg war 2014 zum ersten Mal dabei. Die weiteren Leseclubs kamen diesmal aus Würzburg, Waldkirch, Köln, Berlin und Hamburg. Die Nominierung der sechs Titel erfolgt bereits im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse.

Mittags treffen sich die Jugendlichen aus Hainburg mit Autorin Sarah Crossnan zur Lesung mit anschließendem Interview. Ihr Titel „Eins“ über siamesische Zwillinge ist in der Sparte Jugendbuch und für den Preis der Jugendjury nominiert. Im Gespräch bedauert die irische Schriftstellerin, dass so wenige deutsche Jugendbuchautoren ins Englische übersetzt werden.

Von jedem der sechs Leseclubs nehmen zwei Jugendliche an der Preisverleihung auf der Bühne teil und präsentieren alle Nominierungen in einem Stück, das gemeinsam erdacht und geprobt wurde. Für Hainburg sind Tanisha Tack und Julius Walter dabei, die nach dem Gespräch mit Sarah Crossnan zur Generalprobe müssen.

Ein besonderer Termin ist dann das exklusive Gespräch mit Becky Albertalli am Stand des Carlsen-Verlags. Ihr nominierter Titel „Nur drei Worte“ über einen homosexuellen Jugendlichen ist der Favorit der Hainburger. Albertalli ist zum ersten Mal in Deutschland. Ihr erster Roman wird demnächst verfilmt; sie arbeitet derweil an der Fortsetzung, die im Frühjahr 2018 erscheinen soll. Zum Abschluss signiert sie alle Bücher, die die Jugendlichen dabei haben.

Die Gesprächstermine hatte die Bücherstube in den Wochen vor der Buchmesse mit den Verlagen vereinbart. Tamara Bach (nominiert für „Vierzehn“) verrät, dass sie diese Geschichte – nach einer Woche nachdenken – in nur elf Tagen niedergeschrieben hat. Die deutsche Autorin, die bereits sechs Bücher verfasst hat, wollte nach eigenen Worten nie Schriftstellerin werden.

OP unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Nach einem Austausch mit den anderen Leseclubs und mit Gästen der Kritikerjury geht es zur Preisverleihung. Der Jubel ist groß, als die Jugendjury ihren Preisträger verkündet. Der Hainburger Favorit „Nur drei Worte“ von Becky Albertalli macht das Rennen. Ein Höhepunkt ist auch der Preis für das Lebenswerk an Gudrun Pausewang.

Auch am nächsten Tag ist die Gruppe noch einmal in Frankfurt: zum Gespräch mit allen Preisträgern und um sich in Ruhe auf der Messe umzuschauen. (kd)

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