Architektenwettbewerb angedacht

Rathausneubau: Ende einer langen Übergangslösung

Hainburg - Der Stand der Dinge bei den Planungen zum Rathausneubau war Thema bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Hainburg im Feuerwehrhaus Klein-Krotzenburg. Nachfragen aus dem Publikum gab es zum sozialen Wohnungsbau. Von Katrin Stassig

Ob es mit dem Rathausneubau in Hainburg tatsächlich schon Ende 2016 losgehen kann, lässt sich noch nicht sagen. Bürgermeister Bernhard bessel (CDU) räumte ein, dass dieser Zeitpunkt eher seinem Wunsch entspreche, das Projekt noch während seiner Amtszeit zu beginnen. „Ich hätte gerne noch mitgekriegt, wie es losgeht.“ Bessel kandidiert bekanntlich bei den Wahlen im nächsten Jahr nicht mehr für das Bürgermeisteramt.

Als er 1991 ins Rathaus einzog, so erinnert sich Bessel, habe es schon geheißen, „das ist nur eine Übergangslösung“. Im Laufe der Jahre habe die Gemeinde Hainburg dann fast 13 Millionen Euro in die Kindertagesstätten investiert. „Davon hätten wir drei neue Rathäuser bauen können, aber das war uns wichtiger“, betont Bessel. Inzwischen ist der Rathausneubau auf der Postwiese in Klein-Krotzenburg beschlossene Sache. Die Nachbarschaft etwa zur Kreuzburghalle soll Synergieeffekte mit sich bringen. Erste Vorstellungen, wie dieser Bau aussehen soll, haben die Gemeindevertreter in einer nicht-öffentlichen Sitzung ausgetauscht. Angedacht ist ein Architektenwettbewerb, und auch die Bürger sollen über die Entwürfe mit entscheiden können.

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Bevor es dazu kommt, muss zunächst ein anderer Schritt abgeschlossen werden, der die Finanzierung betrifft. Die Kostenschätzung für den Neubau beläuft sich auf 4,5 Millionen Euro. Einen Grundstock von 2,5 bis drei Millionen Euro will die Gemeinde, wie berichtet, mit Grundstücksverkäufen in der Neuen Ortsmitte generieren. Bessel rechnet damit, dass das dafür notwendige Bebauungsplanverfahren Anfang 2016 abgeschlossen ist und die Gemeinde die Grundstücke dann verkaufen kann. Anfragen für diese Bauplätze gebe es bereits zuhauf. „Die Neue Ortsmitte wird dann quasi aufgefüllt“, erläuterte Bessel. Die Grundstücke, die die Gemeinde verkauft, müssten dann innerhalb von zwei Jahren bebaut werden.

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Nachfragen aus dem Publikum gab es zu den Flächen in der Neuen Ortsmitte, die ursprünglich für sozialen Wohnungsbau vorgesehen waren. „Beide Baugesellschaften haben Wartelisten“, gab Susan Ritter zu bedenken. Weiterer Bedarf sei also vorhanden. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Baugesellschaft Hainstadt derzeit 36 neue Wohnungen errichte, und auch in Klein-Krotzenburg gebe es entsprechende Überlegungen. Er verwies außerdem darauf, dass Hainburg im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Sozialwohnungen im ganzen Kreis Offenbach vorhalte.

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