Gesprächsrunde mit Pferdefreunden, Forst und Gemeindevertretern

„Reiten im Wald ist erlaubt“

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Hainburg „Reiten im Wald ist erlaubt!“ Das betonen die örtlichen Reitvereine nach einer Unterredung mit Landschaftsbeobachtern des Ehrenamtsbüros Hainburg, Vertretern von Forst und der Gemeindeverwaltung.

Thorwald Ritter (Landschaftsbeobachter) hatte zur Diskussion eingeladen, um vermeintliche „Nutzerkonflikte“ zu besprechen. Nach Angaben von Christine Appel (Reit- und Fahrverein Hainstadt), die die Position der Reitvereine und Pferdehalter zusammenfasst, sei zunächst klargestellt worden, „dass der alte, 1984 erstellte Entmischungsplan, der das Reiten im Wald nur auf bestimmten Wegen erlaubt hatte, 2013 seine Gültigkeit durch das neue Hessische Waldgesetz verloren hat“. Damit sei allen Bürgern - ob Reiter, Radfahrer, Wanderer oder Jogger - die Nutzung von befestigten Wegen im Wald erlaubt. Außerdem, so Appel weiter, sei geklärt worden, dass Reiter keine Kennzeichnung mehr tragen müssen. „Das heißt, die Reiter können alle Wege - ob als Reitwege ausgezeichnet oder nicht - benutzen.“

Dass jeder Nutzer Verhaltensregeln der gegenseitigen Rücksichtnahme und Höflichkeit einhalten sollte, bekräftigen die Diskussionsteilnehmer Fritz Hofmeister (Gemeinde), Hans-Albert Kaspar (Forstamt), Thorwald Ritter, Thomas Manger (IPPF), Svenja Matuschzyk (Reit- und Fahrverein Hainstadt), Ralf Eger (RSG Fasanenhof Klein-Auheim) sowie Gerry und Jessica Weih (Pferdebetrieb Weih, Klein-Krotzenburg). Dies sei in Ballungsräumen besonders wichtig. Die Reiter, so fasst Christine Appel deren Position zusammen, seien grundsätzlich bereit, die speziell als Reitwege mit einem Hufeisen ausgewiesenen Pfade bevorzugt zu benutzen, „wenn die Routen zum Reiten geeignet wären“. Um die Kritik am Zustand der Reitwege zu verdeutlichen, wurde ein Ortstermin vereinbart. Auch die Notwendigkeit der Reitverbotsschilder am Wege entlang der Bahnlinie auf Klein-Krotzenburger Gemarkung - einer wichtigen Verbindungsachse auch für Wanderreiter in der Gemarkung - sollen von der Gemeinde geprüft werden.

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„Die Sperrung von neuen Wegen, ob im Wald oder im Gemeindebereich, sollte besser kommuniziert werden, indem dies den Reitvereinen und Pferdehaltern durch Hinweisschilder oder Ankündigung übermittelt wird“, so Appel weiter. Nur wenn man miteinander rede, könnten Probleme im Vorfeld vermieden werden. Die Teilnehmer nutzten die Gesprächsrunde zudem, um Themen wie Schranken und Wiesenpflege zu erörtern und Kontakte und Zusammenarbeit zu vertiefen. So sei den teils neuen Landschaftsbeobachtern auch die Bedeutung der Pferdewirtschaft erläutert worden, ohne die der Natur- und Landschaftsschutz in der Region nicht funktioniere.

sig

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