Parksituation entschärfen

Sanierung der Schillerstraße: Zwei Varianten zur Auswahl

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Notdürftig ausgebesserte Schlaglöcher an der Kreuzung zur Beethovenstraße: Der Sanierungsbedarf der Schillerstraße in Hainstadt steht außer Frage.

Hainburg - Für 2,65 Millionen Euro plant die Gemeinde Hainburg die grundhafte Erneuerung der Schillerstraße in Hainstadt. Mit dem Umbau soll sich auch die Parksituation verbessern. Gemäß Straßenbeitragssatzung werden die Anlieger an den Kosten für die Sanierung beteiligt. Von Katrin Stassig 

Die Fahrbahn ein Flickenteppich, die Parksituation chaotisch. Auf beiden Straßenseiten stehen Autos kreuz und quer, an einigen Stellen ist kaum ein Durchkommen. Manchmal muss die Müllabfuhr bei Anwohnern klingeln, damit diese ihre Fahrzeuge aus dem Weg räumen. In etwa zwei Jahren, nach der grundhaften Sanierung der Schillerstraße, sollen diese Missstände der Vergangenheit angehören. Die Pläne für die Erneuerung stellte die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem beauftragten Ingenieurbüro Müller am Montagabend in der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanz- sowie Bauausschuss vor. Nächster Schritt soll zeitnah eine Anwohnerversammlung sein. In Hainburg gilt bekanntlich eine Straßenbeitragssatzung, sodass die Anlieger an den Sanierungskosten beteiligt werden müssen. Welche Beträge im einzelnen auf die Eigentümer zukommen, wird noch errechnet.

Die Gesamtkosten für die grundhafte Sanierung der Schillerstraße belaufen sich auf 2,65 Millionen Euro und teilen sich auf in 1,3 Millionen Euro für den Straßenbau, 900.000 Euro für Kanalarbeiten und 45.000 Euro für Wasserleitungen. Die Maßnahme ist im Haushaltsplan 2017/18 aufgeführt. Die Sanierung erfolgt in drei Abschnitten. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2019 geplant, die Fertigstellung für Mitte 2020.

Stefan Kaulbarsch und Geschäftsführer Armin Uhrig von der Ingenieurgesellschaft Müller (Schöneck) erläuterten die Pläne für den Umbau sowie Besonderheiten der Straße und beantworteten Fragen der Ausschussmitglieder und der Anwohner aus dem Publikum. An den schmalen Stichwegen der Schillerstraße sollen die Kanäle aus Platzmangel im Inlinerverfahren saniert werden. Auch die Zäune der Anwohner können erhalten bleiben, sichern Kaulbarsch und Bürgermeister Alexander Böhn (CDU) zu. Die Vermessung hat dort ergeben, dass die Grundstücksgrenzen – aus nicht bekannten Gründen – nicht mit den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen im Kataster übereinstimmen. In Abstimmung mit den Anwohnern will die Verwaltung den Ist-Zustand unbürokratisch legalisieren.

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Für die Fahrbahnsanierung hat das Ingenieurbüro zwei Varianten geprüft. Die erste sieht eine Einbahnstraßenregelung von der Waldstraße bis zum Knotenpunkt an der Beethovenstraße vor. Auf diesem Weg könnten insgesamt 46 Parkplätze entstehen. Sechs weniger wären es bei der zweiten Variante, die wie bisher den Begegnungsverkehr vorsieht. Dennoch empfehlen die Planer diese Variante. In beiden Fällen soll ein neuer Parkplatz mit 13 Stellplätzen hinter der Reihenhausbebauung mit Zugang zu den Stichwegen angelegt werden. An der Straße selbst soll das Parken künftig nur noch auf markierten Flächen erlaubt sein. Die Wünsche der Anwohner sollen bei der Entscheidung für eine der beiden Varianten berücksichtigt werden.

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