Rundgang der Grünen

Hainburger Schandflecke

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Nichts tut sich auf dem städtischen Gelände an der Offenbacher Landstraße. Anlass für die Grünen, Veränderungen einzufordern.

Hainburg - Unter dem Motto „Hainburg muss schöner werden“ suchten die Grünen am Wochenende bei einem Ortsrundgang in Hainstadt Plätze auf, die sich ihrer Ansicht nach besonders negativ entwickelt haben.

Auf der Liebfrauenheidestraße kritisieren sie Betonkübel und Poller, die neuerdings dort das Parken unterbinden sollen. Große Pflanzbehälter aus Holz mit immergrünen einheimischen Pflanzen, wie sie an anderen Stellen der Straße von Anwohnern gepflegt werden, sollten auch dort am Anfang der Liebfrauenheidestraße zum Maßstab werden, meinen sie. „Betonkübel mit dauernd neuen Stiefmütterchen und exotischen Koniferen sind hässlich und teuer in der Unterhaltung“, so Ortsverbandssprecher und Anwohner Thorwald Ritter.

Keine Entwicklung gebe es auch beim „Schandfleck Offenbacher Landstraße 5“. Dort warte man immer noch auf einen Planentwurf der Verwaltung und eine Reaktion auf den Vorschlag der Grünen. Nach ihrer Vorstellung solle ein grüner Platz mit Parkflächen im hinteren Bereich, der als Treffpunkt das Ortsbild verschönern könnte, geschaffen werden. „Die Hainstädter haben jahrzehntelang auf eine Ruine und Brachfläche geschaut, die inzwischen in gemeindlichem Besitz ist“, sagt Thorwald Ritter.

Selbst ein Minimum nicht realisiert

Dass der Fahrbahnteiler nach wie vor baumlos ist, kritisierten die Hainburger Grünen ebenfalls.  

Das noch immer fehlende Baumtor am Ortseingang der Hauptstraße war ein weiterer Kritikpunkt beim Rundgang. „Seit mehr als einem Jahr wurden die bei einem Unfall zerstörten Bäume auf dem Fahrbahnteiler, wie sie entsprechend der Umbauplanung der Landesstraße von Hessen Mobil einst ausgeführt worden waren, trotz vieler Nachfragen bis dato nicht neu angepflanzt“, kritisiert Thorwald Ritter. Ein Antrag für eine weitergehende Bepflanzung auf beiden Seiten der Straße, um den Baumtorcharakter zu verdeutlichen und eine Temporeduzierung am Ortseingang zu signalisieren, war im Gemeindeparlament mehrheitlich gescheitert. Fraktionssprecher Cliff Hollmann bedauerte, „dass selbst das Minimum eines Baumtores jetzt nicht wieder realisiert worden ist“.

Der miserable Zustand des Ortsrandweges im Norden Hainstadts zur Bahnunterführung war ein weiterer Punkt, der nach Ansicht der Hainburger Grünen mit geringen Mitteln verbessert werden könnte und dann für Fußgänger und Radfahrer zu jeder Jahreszeit nutzbar würde. Tiefe Furchen und Dornen verhindern die angenehme Nutzung dieses Feldweges, „der einen sinnvollen Lückenschluss zwischen Hainstadt und Klein-Auheim darstellt“. Nach wie vor fordern die Grünen die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer, wie sie andernorts selbstverständlich sei, um die Attraktivität der Radnutzung innerorts zu verbessern.

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Dies gelte in Hainstadt besonders für die Elisabethenstraße und die Feldstraße. „Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie die Kritikpunkte und Vorschläge in absehbarer Zeit aufgreift und Verbesserungen herbeiführt“, so Bau- und Verkehrsausschussmitglied Horst Winter, „damit Hainburg seine unansehnlichen und problematischen Stellen reduziert“.

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