Sitzung der Gemeindevertreter in Hainburg

Postwiese endgültiger Standort für Rathaus

Hainburg - Die längeren Diskussionen haben sich in der Sitzung der Gemeindevertretung in Hainburg am Montagabend auf Nebenschauplätzen abgespielt. Von Katrin Stassig 

Ein Hauptthema – die Änderung des Bebauungsplans „Neue Ortsmitte“ – hatten die Fraktionen bereits im Ausschuss ausgiebig besprochen. Der Punkt „Geplanter Grundstücksverkauf Offenbacher Landstraße 5-7“ wurde – wie in solchen Fällen üblich – am Ende der Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt.

Ein weiteres Treffen war vor zwei Wochen ebenfalls nicht-öffentlich über die Bühne gegangen: Eine Sitzung des Ältestenrates mit Vertretern der Ausschüsse und des Gemeindevorstands zum Thema Rathausneubau. Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) teilte in der Gemeindevertretung mit, in dieser Diskussion sei auch eine Entscheidung für einen genauen Standort gefallen. Die Teilnehmer der Sitzung haben die Empfehlung ausgesprochen, das Rathaus definitiv auf der „Postwiese“ (Ecke Kirchstraße, L 3065) zu bauen. Die offizielle Entscheidung obliegt der Gemeindevertretung. Bessel kündigte eine Vorlage für nach den Sommerferien an. Dann soll auch über den BFH-Vorschlag für einen Architektenwettbewerb abgestimmt werden. Auf der Tagesordnung im Feuerwehrhaus in Hainstadt standen außerdem mehrere Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Alles zum Rathaus-Neubau in Hainburg

  • Abgelehnt: Die Grünen forderten, „einen Beleuchtungsplan für die Königsberger Straße und Breslauer Straße zu erstellen, der die effiziente Ausleuchtung mit energiesparsamen LED-Leuchtmitteln ermöglicht“. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED geht der Ökopartei in Hainburg zu langsam. Bürgermeister Bessel hielt dagegen, in allen Straßen, wo sowieso Bauarbeiten anstünden, werde bei dieser Gelegenheit auch die Beleuchtung modernisiert. Nur die Straßenbeleuchtung auszutauschen, sei zu teuer und lohne sich nicht.
  • Abgelehnt: Der Vorschlag, die Mainuferbeleuchtung in den Nachtstunden abzuschalten und damit Strom zu sparen, stieß bei keiner der anderen Fraktionen auf Gegenliebe. Für das „subjektive Sicherheitsgefühl“ (SPD-Fraktionschef Heinz Seipel) sei es besser, dort Licht zu haben.
  • Abgelehnt: Hainburg ist die einzige Kommune im Kreis Offenbach, die sich nicht an den Kosten für die psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen der Stiftung Lebensräume beteiligt. Das soll sich nach Wunsch der Grünen ändern. Der Bürgermeister wandte ein, man habe bei diesem Angebot kein Mitspracherecht, es gehe nur darum, finanzielle Lücken zu stopfen. Er halte es für die Aufgabe des Kreises, dies aus der Kreisumlage der Kommunen zu finanzieren.

Zwei weitere Anträge der Grünen (Soziale und ökologisch nachhaltige Beschaffung in Hainburg und Zuschuss für die Betreuung an Grundschulen) wurden zur Diskussion in den Ausschuss verwiesen.

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Rubriklistenbild: © paw

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