SPD-Frühlingsempfang:

Etwas gegen AfD unternehmen

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60 Jahre SPD-Mitglied: Karl Schröder, auf unserem Bild zusammen mit Manfred Tilsner (M.) und Thorsten Schäfer-Gümbel.

Hainburg - Neben einer aktuellen Politik-Analyse von Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel standen beim traditionellen Frühlingsempfang des Hainburger SPD-Ortsvereins in der Hainstädter Helmut-Schmidt-Halle Ehrungen und weitere Ansprachen auf dem Programm.

Seit 60 Jahren hat Karl Schröder das SPD-Parteibuch. Für seine langjährige Mitgliedschaft zeichneten ihn Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel und der SPD-Ortsvereinvorstand im Verlaufe des Hainburger SPD-Frühlingsempfangs besonders aus. Von den Senioren zu den ganz jungen Mitgliedern: Hainburgs SPD-Chef Manfred Tilsner stellte den Zuhörern zu Beginn der Veranstaltung den zwölfjährigen Nico Bayer vor - das jüngste Juso-Mitglied Deutschlands. Nico absolvierte auch gleich seine erste kleine Rede auf einer politischen Veranstaltung - souverän und sympathisch. Der Schüler aus Lampertheim besucht die fünfte Klasse des Lessing-Gymnasiums und erzählte, dass er mit Aufkommen der AfD das Gefühl gehabt habe, man müsse etwas dagegen unternehmen. Deshalb sei er - mit Sondergenehmigung - den Jungen Sozialdemokraten beigetreten.

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Ralf Kunert, Landtagskandidat im Wahlkreis 46, sagte, der Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) sei zwar im städtischen Ballungsraum gut ausgebaut, lasse jedoch auf dem Land zu wünschen übrig. Von Rodgau nach Hainburg könne er in acht Minuten mit dem Auto fahren alternativ in einer Stunde zu Fuß laufen. Mit den ÖPNV hätte dies jedoch länger gedauert, deshalb sei der ÖPNV keine Alternative und benötig dringend einen Ausbau. Außerdem sprach er das generelle Stauproblem an, das sich bei den prognostisch steigenden Einwohnerzahlen im Kreis weiter verschärfen werde.

Darauf wies auch SPD-Kreispolitiker Werner Müller hin, der einen Einblick in die Herausforderungen und Aufgaben des Kreistags gab und zu bedenken gab, „dass der Verschuldungsgrad der Kommunen durch die massiven Kürzungen der CDU-geführten Landespolitik erst entstanden ist und man jetzt den Kommunen und dem Kreis den schwarzen Peter zuschiebt.“

Bürgermeister und Landräte aus der Region

SPD-Bundestagsmitglied Jens Zimmermann wollte erst über die Wechselwirkung von Kommunen, Kreis, Land und Bund sprechen, entschied dann aber dafür, die Arbeit des Hainburger SPD-Ortsvereins herauszustellen, und honorierte dessen lokales Engagement. Besonders lobte Zimmermann Osman Durmus, der als Vorsitzender des Ausschusses für Sport, Jugend, Kultur und Soziales keinen einfachen Stand bei den Mehrheitsverhältnissen in Hainburg habe. Dennoch treffe er - immer motiviert und engagiert - „mit den richtigen Fragen den Nerv der Zeit, um Dinge voranzutreiben.“ (mho)

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