Geld wäre in den Sand gesetzt

SPD lehnt Rathaus-Neubau weiter ab

Hainburg - Bei einer Fahrradrundfahrt haben Mitglieder der Hainburger SPD-Fraktion den Zustand der Ruhebänke am Mainuferweg, die angespannte Verkehrssituation auf der L 3065, die Bebauungsflächen für bezahlbaren Wohnungsbau in der neuen Ortsmitte und die Fläche für den geplanten Rathausneubau in Augenschein genommen.

Der ungepflegte Bereich um die Ruhebänke am Mainuferweg lade die Spaziergänger und Fahrradfahrer nicht zum Verweilen ein. „Es fehlt nach wie vor noch eine Rastmöglichkeit“, erklärten die Sozialdemokraten. Die Kommunalpolitiker waren sich einig, dass eine Rastmöglichkeit ohne hohen finanziellen Aufwand in Höhe der Böhnsgasse „leicht und kostengünstig“ zu verwirklichen sei. Nach dem Umbau der Ampelanlage an der Kreuzung Landesstraße/Ecke Kirchstraße (Höhe der Tankstelle) habe sich der Verkehrsfluss „verschlimmbessert“. Die Verkehrsteilnehmer erlebten tagtäglich, wie sich an dieser Kreuzung ein langer Stau bilde. „Mit einem Kreisel - wie seit langem von uns gefordert - wäre dies nicht passiert“, ist sich Fraktionsvorsitzender Heinz Seipel sicher.

Alles zum Thema Rathaus-Neubau in Hainburg lesen Sie auf unserer Themenseite

Einige waren sich die Genossen auch, dass diese Verkehrssituation umgehend verbessert werden müsse, vor Ort seien bereits mehrere Möglichkeiten besprochen worden, die zur Diskussion in die Gemeindevertretung eingebracht würden. Ein weiteres Thema war der geplante Wegfall von Flächen für bezahlbaren Wohnraum in der in der Neuen Ortsmitte. Die Fläche, die für öffentlich geförderten Wohnungsbau ausgewiesen sei, solle nach dem Willen von Bürgermeister Bernhard Bessel in Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser umgewandelt werden. Die Hainburger SPD trete dafür ein, dass diese Fläche für den öffentlich geförderten Wohnungsbau erhalten bleibt. „Die Gemeinde hat aus Gründen der Daseinsvorsorge die Pflicht, auch Baugelände für öffentlich geförderten Wohnungsbau vorzuhalten“, betont der Fraktionsvorsitzende.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Auch zum geplanten Neubau eines Rathauses äußerten sich die Sozialdemokraten. Ihrer Ansicht nach bestehe nach wie vor keine Notwendigkeit für einen neuen Verwaltungssitz. Ein modernes Bürgerbüro an einem zentralen Standort erfülle den Zweck der Bürgernähe, alle Angelegenheiten könnten dort erledigt werden. In die Modernisierung der bestehenden Rathäuser seien in den vergangenen Jahren hohe Beträge investiert worden. Diese Geld wäre dann von Bessel „in den „Sand“ gesetzt worden. Die SPD-Fraktion wolle auch hierzu noch Vorschläge in die Gemeindevertretung einbringen, kündigt Seipel an.

sig

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare