Dosen schwer wie Blei

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Mehr als 70 kleine Sternsinger waren dieser Tage in den Straßen unterwegs und fanden in den Hainstädtern großzügige Spender: Mit 17 200 gesammelten Euro verfehlten die fleißigen Segensbringer ihr Vorjahresergebnis nur knapp.

Hainstadt - Mit ihren bunten Gewändern und einem Stern vorneweg sind die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Wendelinus wieder auf den Straßen von Hainstadt unterwegs gewesen.

Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B*13“ brachten sie als die Heiligen Drei Könige den Segen in Haushalte und sammelten für Not leidende Kinder in aller Welt.

Die Spendenbereitschaft der Hainstädter war erneut groß. Mehr als 70 Kinder und etwa 30 Betreuer waren - aufgeteilt in 14 Gruppen - am vergangenen Wochenende unterwegs. Dazu gehörte auch wieder eine Gruppe junger Erwachsener die sonst eine Gruppe betreut.

Stolze 17.200 Euro

Stolze 17.200 Euro sammelten die Sternsinger und verfehlten damit das Vorjahresergebnis (17.400 Euro) nur knapp. Doch rechnen die Organisatoren damit, dass der Betrag noch steigen wird, da weiterhin vereinzelt Spenden abgegeben werden. So werden sie auch dieses Jahr zu den erfolgreichsten Sammlern im Bistum gehören. Zu den Geldspenden haben die Kinder auch jede Menge Süßigkeiten bekommen. Die haben sie zum Teil untereinander aufgeteilt und zum Teil an gemeinnützige Einrichtungen in der Umgebung weitergeleitet.

Am vergangenen Freitag wurden die Mädchen und Jungen von Familien der Gemeinde bekocht. Das traditionelle Mittagessen mit allen Sternsingern gab es dann tags darauf im Pfarrzentrum.

„Es hat wieder viel Spaß gemacht“

„Es hat wieder viel Spaß gemacht“, freute sich beispielsweise Anna. „Unsere Sammeldose war zum Schluss richtig schwer, weil so viele Leute Geld hineingeworfen haben. Jetzt können wir den Kindern auf der ganzen Welt helfen“, sagte sie. Auch Pfarrgemeindereferentin Alice Zelonka war vom Einsatz aller Beteiligten begeistert: „Unsere Gruppe ist wirklich klasse. Alle haben sich in den Dienst der Aktion gestellt.“

Im Dankgottesdienst am Sonntag wurden Julia Maikranz, Raphael Georg und Lisa Huber für die zehnte Teilnahme an der Sternsingeraktion geehrt. Der 20. Einsatz von Anika Fröhlich fand ebenso Beachtung wie die jeweils 25. Teilnahme von Sabrina Stangl, geborene Fröhlich, die extra aus Limburg, wo sie mittlerweile lebt, anreiste, um bei der Aktion dabei zu sein. Pfarrer Dieter Bockholt würdigte den Einsatz von Sternsingern, Gruppenleitern, Kochfrauen, Helfern und Organisatoren.

55. Aktion Dreikönigssingen

Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 55. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen auf das Motto „Gesundheit“ vorbereitet, berichtet Alice Zelonka. Wie überall in Deutschland machten sie deutlich, dass Kinder überall auf der Welt das Recht auf medizinische Versorgung haben. Die Finanzierung von Gesundheitsstationen in ländlichen Gegenden, die Unterstützung von Vorsorgeuntersuchungen und kostenfreier Behandlungen von Mädchen und Jungen in medizinischen Einrichtungen, die Förderung von Aufklärungsprogrammen in den Bereichen Hygiene, Ernährung und Prävention, die Anschaffung von medizinischem Gerät oder die Ausbildung von Ärzten und Krankenpflegern – zahlreiche Projekte werden von den Sternsingern im Themenbereich bereits unterstützt.

„Doch nicht nur die Kinder in den Projekten in Tansania profitieren vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland“, so die Gemeindereferentin weiter. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Aus der Vorbereitung kennen sie die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not“, so Alice Zelonka abschließend.

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