Projekt der Turnerschaft Klein-Krotzenburg

Integration durch Sport und Sprache

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Aktive und ganzheitliche Integrationsprozesse: die Teilnehmer zusammen mit Marcel Subtil (Sportförderung im Kreis), Katharina Rambow („JOBfit“), dem Integrationsbeauftragten Erwin Kneißl, Romina Rizzo (TKK-Vorstand und Dozentin), Madeline Mandel (TKK-Dozentin) und Thomas-O. Petzold (TKK-Vorsitzender und Projektinitiator).

Klein-Krotzenburg - „Hautnah“ wollten Marcel Subtil, Leiter der Sportförderung des Kreises Offenbach, „JOBfit“-Verantwortliche Katharina Rambow und der Integrationsbeauftragte des Sportkreises, Erwin Kneißl, das Projekt „IdSuS - Integration durch Sport und Sprache“ der Turnerschaft erleben.

Nach dem Besuch der Asylunterkunft in Hainburg waren die Besucher beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement des Sportvereins, sprachen von einem „Leuchtturmprojekt“. Die Turnerschaft Klein-Krotzenburg möchte sich durch das Projekt IdSuS sozial engagieren und sich im Hainburger Netzwerk beteiligen. Im Mittelpunkt des Vorhabens, das vom Verein ehrenamtlich koordiniert und ausgeführt wird, stehen aktive und ganzheitliche Integrationsprozesse für die Flüchtlinge und Asylbewerber. Die Turnerschaft geleitet die Menschen durch Sport und Sprache in das gesellschaftliche Leben. Dazu gehören ein Jobcoaching vor Ort, Spielzeug- und Kleiderspendensammlungen, eine kostenfreie Mitgliedschaft im Verein und ein individuelles Sprachtraining. Im Fokus steht derzeit das Einzelcoaching, in dem Sprachkurs und Jobvermittlung integriert sind. Romina Rizzo, Mitglied im Vorstand der Turnerschaft und angehende Grundschullehrerin, hat diese Aufgabe übernommen. Sie begleitet die Menschen bei Behördengängen, erstellt gemeinsam mit ihnen Lebensläufe und simuliert Vorstellungsgespräche.

Der Vorstand der Turnerschaft hat bereits 2014 einstimmig beschlossen, den Flüchtlingen kostenfreie Sportangebote zu unterbreiten, „denn die Teilnahme am Sportbetrieb und die damit verbundenen sozialen Kontakte sollen nicht an den finanziellen Mitteln scheitern“, so Vorstandssprecher und Projektinitiator Thomas-O. Petzold.

Seit Dezember trainieren regelmäßig mehrere Menschen aus der Flüchtlingsunterkunft bei der TKK. Sie sind gern gesehene Teilnehmer und Mitglieder. „Der Besuch zeigt, wie nachhaltig und sinnvoll diese Maßnahmen sind. Es ist bemerkenswert wie schnell die Menschen in dieser kurzen Zeit die deutsche Sprache sprechen. Man merkt, dass hier was passiert und dass die Flüchtlinge lernen und sich integrieren wollen“, so der Integrationsbeauftragte Erwin Kneißl. Man müsse das Rad auch nicht neu erfinden, viele Vereine bemühten sich bereits um die Integration von Flüchtlingen. Im Juli rufen Sportkreis und Sportförderung das Projekt „Integration-Direkt“ ins Leben. Damit sollen diese Maßnahmen unterstützt und koordiniert werden, damit möglichst viele Flüchtlinge schnell von Sportvereinen betreut werden können. „Integration-Direkt heißt für den Sportkreis, dass wir uns ganzheitlich und nachhaltig um die Flüchtlinge kümmern“, betont Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel. (mho)

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