Typisierungsaktion in Hainstadt

Hoffnung für Michaela

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Stäbchen rein: Mehr als 300 Freiwillige haben in der Sporthalle in Hainstadt einen Wangenabstrich abgegeben, um sich als mögliche Stammzellenspender registrieren zu lassen.

Hainstadt - Ein positives Fazit ziehen Veranstalter und Helfer nach der Typisierungsaktion für die 39-jährige Michaela aus Hainburg. 302 Menschen haben sich nach Angaben der DKMS am Sonntag als potenzielle Spender registrieren lassen.

„Eine tolle Zahl, über die wir uns sehr freuen“, resümiert eine Sprecherin der gemeinnützigen GmbH. Jeder einzelne könne eine neue Hoffnung für einen Patienten sein.

Auch die finanzielle Unterstützung der Aktion ist groß. Allein am Sonntag kamen mehr als 3000 Euro an Spendengeldern zusammen. Viele Vereine beteiligten sich zudem mit Helfern an der Veranstaltung, etliche Firmen unterstützten die Bewirtung. Bei der Typisierung gingen Bürgermeister Alexander Böhn, Erster Beigeordneter Christian Spahn und Erster Bürger Oliver Möser mit gutem Beispiel voran.

Mit einer Stammzellspende Leben retten

Im nächsten Schritt gehen die Wattestäbchen mit den Proben an das Labor der DKMS in Dresden, wo die Gewebemerkmale analysiert werden. Das dauert etwa vier bis sechs Wochen. Ab dann stehen die Spender vom Wochenende für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Und dann wird auch feststehen, ob in Hainburg ein Spender für Michaela gefunden wurde. Bis zu welchem Zeitpunkt die alleinerziehende Mutter dringend eine Stammzellenspende benötigt, ist ungewiss, da sich der Verlauf der Krankheit Osteomyelofibrose nicht prognostizieren lässt. Eine Stammzellentransplantation ist aber die einzige Heilungschance für die 39-Jährige. (kd)

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