„Unverändert günstig“

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Interkommunale Zusammenarbeit im MZV: Bürgermeister Friedhelm Engel, Angelika Eisert (Vorsitzende der Verbandsversammlung) und Bürgermeister Bernhard Bessel.

Hainburg/Großkrotzenburg ‐ Gute Nachricht für die Verbraucher in Hainburg und Großkrotzenburg: Trotz Anschaffung zweier neuer Müllfahrzeuge für rund 400.000 Euro bleiben die Abfallgebühren in beiden Verbandsgemeinden unverändert. Von Michael Hofmann

„Und dies bei gleicher Leistung wie in den Vorjahren“, so Hainburgs Bürgermeister Bernhard Bessel. Dieser Tage hatte der Müllabfuhr-Zweckverband (MZV) Großkrotzenburg-Hainburg in Großkrotzenburg den Haushaltsplan 2010 verabschiedet. Der MZV Hainburg und Großkrotzenburg, der seit mehr als 50 Jahren erfolgreich arbeite, „ist ein gelungenes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Sowohl im Vorstand, dessen Vorsitz traditionsgemäß der Bürgermeister Hainburgs inne hat, als auch in der Verbandsversammlung, deren Vorsitz Großkrotzenburg übernimmt, sind gewählte Vertreter beider Kommunen vertreten. Die Entscheidungen werden in der Regel in großer Einmütigkeit getroffen“, beschreibt Bessel die Struktur.

Als wichtigstes Ergebnis des Haushaltsbeschlusses sei festzuhalten, dass auch die Gebühren in diesem Jahr unverändert günstig bleiben, so Bessel weiter. So betrage in der Verbandsgemeinde Hainburg beispielsweise bei einem Haushalt mit einer 60-Liter-Tonne die monatliche Abfallgebühr bei wöchentlicher Abfuhr 10,20 Euro. Mit enthalten in diesen Abfallgebühren seien die Leerung der grauen Restmülltonne, die Leerung der grünen Papiertonne, die dreimalige Sperrmüllabfuhr auf Abruf, die vierteljährliche Sondermüllabfuhr, Babywindelsäcke, die Annahme von Grünabfällen, die Abgabe von Humuserde sowie die Annahme von Bauschutt in kleinen Mengen.

Auch alte und ausrangierte Elektrogeräte, etwa Kühlschränke, Fernseher oder Monitore, können Bürger beider Gemeinden kostenlos im Bauhof und in der Sammelstelle abgeben. Auch Batterien (Auto) können dort entsorgt werden.

Die Bandbreite der Kosten für Sammlung und Transport reichen in den hessischen Kommunen von 67 Euro je Tonne beim MZV Hainburg und Großkrotzenburg und beim ZAW Landkreis Darmstadt-Dieburg bis hin zu 145 Euro je Tonne beim ZAV Vogelsbergkreis. Das ergab eine überörtliche Prüfung des Hessischen Rechnungshofs im Jahr 2009, der Arbeitsfelder und Kosten zwölf Abfall sammelnder Verbände verglich.

Möglich sei der kostengünstige MZV-Service nur, weil der Verband mit seinem Geschäftsführer Horst Bonifer wirtschaftlich und effektiv arbeite und die Personal- und Verwaltungskosten niedrig seien, so Bessel und sein Stellvertreter, Großkrotzenburgs Bürgermeister Friedhelm Engel.

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