Neue Mietwohnungen

Abriss der NH-Blocks in Hanau

Hanau - Die unansehnlichen Wohnblocks der Nassauischen Heimstätte (NH) zwischen Hahnenstraße, Französischer Allee und Gärtnerstraße sollen abgerissen werden. Auf dem Areal will die mehrheitlich dem Land Hessen gehörende Gesellschaft 150 neue Mietwohnungen errichten.

Das sind 60 mehr als bisher auf dem Areal. Was unsere Zeitung vorab berichtet hatte, wurde gestern von der NH bestätigt. Neben den Wohnbauprojekten auf dem Westkarree an der Wallonisch-Niederländischen Kirche (150 Wohnungen) und dem Ostkaree (60 Wohnungen) ist das das dritte große Projekt in dem Bereich. Bereits vor zwei Jahren hatte ein Gutachten ergeben, dass eine Sanierung der Wohnungen wirtschaftlich nicht sinnvoll sei. Eine Entscheidung stand seitdem aus.

Die neuen Wohnungen sollen im Bestand der NH bleiben, den Verkauf an einen Investor werde es nicht geben. Man wolle im Gegenteil Flächen, die bisher in Erbpacht bewirtschaften werden, ankaufen. Ein Teil der neuen Mietwohnungen sollen geförderte Wohnungen mit Mietpreisbindung sein. Über die Anzahl will man mit der Stadt sprechen. Kritiker hatten bemängelt, dass durch die Neubauprojekte am Rand der Innenstadt bezahlbarer Wohnraum weggefallen sei.

Derzeit sind 85 der jetzigen NH-Wohnungen vermietet. Man wolle sich „um jeden einzelnen Mieter intensiv kümmern und ihn bei der Suche nach einer neuen Wohnung unterstützen“, so Gaby Faust von der NH. Wann das Bauprojekt angegangen wird, zu dem auch eine Tiefgarage gehört, die die Parkplatzsituation in dem Bereich entlasten soll, steht laut NH noch nicht fest. Die Neubauten sollen in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Die NH hat 60.000 Mietwohnungen in 140 Kommunen, davon 1 750 in Hanau. (cs)

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