Defekter Rasenmäher

Ärger um verschmutzten Gehweg: Wurde Öl nicht sachgerecht entsorgt?

Hässliche Flecken auf Gehweg und Rasen hat der Ölschaden vom 27. April hinterlassen. Nun soll das betroffene Erdreich ausgetauscht werden.
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Hässliche Flecken auf Gehweg und Rasen hat der Ölschaden vom 27. April hinterlassen. Nun soll das betroffene Erdreich ausgetauscht werden.

Klein-Auheim – Nicht nur „Higgins“ stinkt es. Der Pudel macht um die dunklen Flecken auf Rasen und Gehweg im Grünzug zwischen Tulpen- und Feldstraße einen großen Bogen. Ende April war dort der Hydraulikschlauch eines Aufsitzrasenmähers geplatzt.

Und Higgins Frauchen, Anne Göpfert, ärgert sich, dass das ausgelaufene Öl nicht fachgerecht entsorgt worden sei und der Rasenmäher einige Tage dort herumgestanden habe.

Auf dem Rasen ist eine bis zu 20 Zentimeter breite und mehrere Meter lange Spur zu sehen. Dort wächst außer Flechten nix mehr. Und auf dem angrenzenden Gehweg sind auch Monate nach dem Vorfall mehrere Quadratmeter große Flecken zu sehen.

Ärger um verschmutzten Gehweg in Hanau

Für Gassigeherin Anne Göpfert, die auch im Tierschutz aktiv ist, ist die Verschmutzung nicht hinnehmbar. Bereits Mitte Juli habe sie die Hanauer Stadtpolizei gebeten, tätig zu werden, geschehen sei aber nichts. „Ich bekam noch nicht mal eine Emailadresse, wo ich meine Fotos hinschicken konnte“, kritisiert sie und verweist auf nahegelegene Privatgärten, einige davon mit Brunnen.

Göpfert fürchtet, dass Öl inzwischen bis ins Grundwasser vorgedrungen sein könnte. Wegen der Flecken habe sie sich an mehrere städtische Stellen gewandt. „Keiner fühlt sich offenbar verantwortlich“, zählt Göpfert Stadtpolizei, den für die Grünpflege zuständigen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) und die Feuerwehr auf.

Defekter Rasenmäher die Ursache für verschmutzten Gehweg

Die städtische Pressestelle hat mittlerweile den Vorfall bestätigt: Danach sei am 27. April beim Rasenmähereinsatz auf Höhe des Asternweges ein Hydraulikschlauch geplatzt. Der HIS-Mitarbeiter habe unmittelbar die Werkstatt in der Daimlerstraße verständigt. Von dort seien auch gleich zwei Kollegen mit Bindemittel gekommen, das sowohl auf dem gepflasterten Weg aufgebracht worden sei wie auch auf der verunreinigten Rasenflächen.

Nach entsprechender Einwirkungszeit sei das Material wieder aufgenommen und über die Werkstatt entsorgt worden. „Außerdem wurde der Mäher parallel dazu soweit wieder fahrtauglich gemacht, dass er am selben Tag noch in die Werkstatt verbracht werden konnte. Er stand nicht tagelang rum“, widerspricht die Pressestelle der Darstellung Göpferts. Es sei absolut üblich, dass das Bindemittel bei kleineren Vorfällen wie diesen über die Werkstatt ausgebracht werde und die Feuerwehr außen vor bleibt. Die Stadt kündigte an, dass an den entsprechenden Stellen nun die Erde ausgetauscht und neuer Rasen eingesät werde.

Feuerwehr kümmert sich um größere Ölspuren

Größere Ölspuren werden üblicherweise von der Feuerwehr beseitigt. „Es gibt, je nach Schadensart und Umfang des Auslaufs, unterschiedliche Abwehrmaßnahmen und Personalstärken“, heißt es vonseiten der Feuerwehr. Für eine „normale“ Ölspur wird bei der Feuerwehr Hanau das Ölspurbeseitigungs-Fahrzeug (ÖSF) alarmiert und rückt mit zwei Einsatzkräften aus.

Das ÖSF bringt mittels Hochdruck ein Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch über Düsen auf den Straßenbelag auf. Das Gemisch wird als sogenannte Emulsion in der Mitte des Fahrzeugs wieder aufgesaugt und in einem speziellen Ölabscheider auf dem Gelände der Feuerwache entsorgt.“

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