Gegendemo vor und Kerbauftakt hinter der Kulturhalle

AfD-Kundgebung: Ludwigstraße dicht

Steinheim - Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer sollten am Freitag, 20. Juli, die Ortsdurchfahrt Steinheim über die Ludwigstraße ab Spätnachmittag meiden. Denn die Ludwigstraße wird ab circa 16.30 Uhr im Teilstück zwischen Doornerstraße und Thüringer Straße komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Davon betroffen ist auch der Busverkehr.

Grund ist die für Freitag angekündigte und von der Stadt Hanau genehmigte Wahlkampfveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Beatrix von Storch. Ab 18.30 Uhr will die AfD am 20. Juli, dem Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler, über das Thema „Widerstand heute? Von Graf Stauffenberg zum Grundgesetz Artikel 20 IV“ diskutieren. Mehrere Organisationen, darunter der DGB Südosthessen, haben zur Gegenkundgebung aufgerufen, die ebenfalls von der Stadt genehmigt wurde. Und nahezu zeitgleich soll hinter der Kulturhalle die Steinheimer Kerb eröffnet werden.

Doch nicht nur die Ludwigstraße wird gesperrt, auch die Uferstraße ab Einmündung Thüringer Straße sowie die Anton-F.-Th.-Mahr-Straße und die Parkplätze hinter der Kulturhalle werden während des Veranstaltungszeitraums gesperrt. Alle Sperrungen, so teilte die Stadt Hanau gestern mit, würden nach Abschluss der Veranstaltungen von der Landespolizei aufgehoben.

Polizei und Ordnungspolizei werden vor Ort sein, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Vor allen Dingen wollen sie verhindern, dass es zu einem direkten Aufeinandertreffen von AfD-Anhängern und Gegendemonstranten kommt. Deshalb hat die Stadt beiden Veranstaltern auch räumliche Auflagen gemacht. Und beide Veranstalter sind aufgefordert, jeweils eigene Ordner zu stellen.

Demonstration gegen AfD-Veranstaltung: Bilder 

Lesen Sie dazu auch:

„Es gibt keinen Dialog mit der AfD“

Wie angespannt die Atmosphäre ist, zeigte eine „Mahnwache“ der AfD am Montagabend vor dem Gewerkschaftshaus am Freiheitsplatz, in dem sich Vertreter verschiedener Gruppen trafen, um sich über die geplante Gegenkundgebung am Freitag abzustimmen. Nachdem der DGB im Vorfeld erklärte hatte, keine AfD-Vertreter zu dem Treffen zuzulassen, reagiert die AfD mit der „Manwache“ um auf angeblich linksextreme Strukturen und politische Gewalttaten im Main-Kinzig-Kreis aufmerksam zu machen. Damit, so Ulrike Eiffler, Geschäftsführerin des DGB Südosthessen, sei offenbar der Versuch unternommen worden, Gewerkschafter in die Ecke des Linksextremismus zu stellen. Dies zeige, dass die AfD vor allem mit Einschüchterung arbeite und keine demokratische Partei sei. (did)

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare