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„Aktenzeichen XY... gelöst!“: ZDF zeigt bekannten Mordfall aus Hanau

In der Sonderausgabe von „Aktenzeichen XY... gelöst!“ wird heute ein Mordfall aus Hanau erzählt. (Archivbild)
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In der Sonderausgabe von „Aktenzeichen XY... gelöst!“ wurde ein Mordfall aus Hanau erzählt. (Archivbild)

Ein grausamer Mord in Hanau beschäftigt Ermittler in ganz Deutschland seit Jahren. Der Prozess samt spektakulärer Ermittlung wird in der ZDF-Sendung gezeigt.

Hanau – Der Fall erregte bundesweit Aufsehen: 2013 wurde ein Familienvater in Hanau erschossen. Durch mehrjährige, umfangreiche Ermittlungen konnte der Fall gelöst werden. Am Mittwoch (30.06.2021) wurde er bei einer Sondersendung von „Aktenzeichen XY... gelöst!“ noch einmal erzählt. Die im Mordfall ermittelnden Kommissare haben im ZDF um 20.15 Uhr von dem Fall berichtet, der mit einigen Wendungen überraschte.

Es war der 7. September 2013. Ein 53-jähriger Familienvater wurde in Hanau erschossen. Die Kugeln durchschlugen die gläserne Eingangstür des Wohnhauses, mehrere trafen den 53-Jährigen. Am nächsten Morgen erlag er seinen Verletzungen im Krankenhaus. Wenig später wurde ein Verdächtiger, der Schwager des Opfers, festgenommen. Zunächst waren die Hintergründe völlig unklar. Für eine Untersuchungshaft reichten die Beweise nicht aus. Der Verdächtige musste wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Mordfall aus Hanau bei „Aktenzeichen XY... gelöst!“ im ZDF

Die Polizei verstärkte ihre Ermittlungen, der Tatverdacht blieb bestehen. Der Verdächtige setzte sich nach Österreich ab, dort fühlte er sich „relativ sicher vor den Ermittlungsbehörden“, wie Jürgen Heinze, der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hanau, damals sagte. Doch mit der Hartnäckigkeit der Ermittler rechnete er wohl nicht. Die Kriminalpolizei sammelte weiter Beweise – genügend, dass es für 2016 eine Anklage reichte. Der Verdächtige wurde in Österreich festgenommen und nach Deutschland überstellt.

Beim Prozess warteten weitere Überraschungen: Plötzlich wurde eine Zeugin zur Angeklagten. Die Lebensgefährtin des Verdächtigen rückte in den Fokus, da Handydaten darauf hinwiesen, dass sie an der Tat beteiligt war. Auch ein Motiv kristallisierte sich heraus, es gab Erbstreitigkeiten im Vorfeld des Mordes in Hanau. Es ging um 40.000 Euro.

Wegen Mord in Hanau: Frau bekommt lebenslange Freiheitsstrafe

Tatsächlich kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass die Lebensgefährtin des zunächst Festgenommen die tödlichen Schüsse abfeuerte. Sie wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Ihr Freund wurde wegen Beihilfe zum Totschlag zu neun Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Für den Erfolg der Ermittlungen waren die Erkenntnisse eines verdeckten Ermittlers ausschlaggebend. Nach einigen Diskussionen durfte der Ermittler mit dem Decknamen „Errol“ vor Gericht aussagen – allerdings nur hinter einer Plastikplane, die sein Aussehen verschleierte und seine Identität schützte. (Sebastian Richter) *giessener-allgemeine.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Bei Aktenzeichen XY... gelöst! im ZDF* wurden am Mittwoch (30.06.2021) auch andere spektakuläre Fälle gezeigt.

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