Alkohol und Techno sind tabu

Steinheim - Die Jüngsten sind gerade mal 13 Jahre alt, kommen aus Seligenstadt und frönen dem Punkrock. 30 Minuten werden sie am Samstag kommender Woche auf der Bühne am Hellenhang alles geben. Von Erwin Diel

Rund 1000 Besucher, so hoffen die Organisatoren, werden die zehn Formationen bejubeln, die beim dritten Nachwuchsfestival der Interessengemeinschaft Steinheimer Vereine und Verbände (IgSV) zu den Instrumenten greifen.

Mit „Rock am Hang“ bietet die Vereinsgemeinschaft jungen Musikern eine Bühne, während bei den Schlosshofkonzerten eher etablierte Gruppen wie Chöre und Blaskapellen zu hören sind. Die dritte Auflage des Rockspektakels werde nochmals deutlich professioneller, sagt Klaus Rathmann vom Organisationsteam. Erstmals rückt eine Profi-Lightshow die Bands ins Rampenlicht, die Tontechnik war bereits im vergangenen Jahr auf entsprechenden Standard gehoben worden. Damit Licht, Verstärker und Friteusen unter Spannung bleiben, legen die Stadtwerke extra einen zusätzlichen Stromanschluss. Möglich mache die Aufrüstung eine Reihe von Sponsoren. Damit gelinge es, das Spektakel weiter bei freiem Eintritt anzubieten.

Insgesamt 14 Bands hatten sich um eine Teilnahme beworben. Zehn Gruppen haben die Veranstalter ausgewählt. Im vergangenen Jahr waren zwölf Bands am Start, das habe den Zeitplan gesprengt, sagt Rathmann. Es bleibe keine Puffer mehr, um Verzögerungen aufzufangen. Die Veranstaltung endet um 22.30 Uhr. Bei der Premiere von Rock am Hang waren sieben Gruppen angetreten.

Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus Hanau, drei Bands davon direkt aus Steinheim, die übrigen sind in der Region zuhause, in Seligenstadt, Rodgau oder Rodenbach. Etwa 50 junge Musiker sind beteiligt, darunter auch welche, die schon über eine gewisse Erfahrung verfügen. Die Band „MarieWonder“ aus dem Rodgau habe sich schon einen Namen gemacht. Zu hören ist ein breites Spektrum an Stilen. Geboten werde alles außer Techno und Rap.

Der Nachwuchs tritt ohne Gage auf. Einziger Lohn neben dem Applaus ist ein mit dem Festival-Namen bedrucktes T-Shirt. Zudem wird es erstmals einen Mitschnitt des Auftritts geben, der den Bands zur Verfügung gestellt wird.

Für die Organisation stehe inzwischen ein gut eingespieltes Team von knapp 40 Helfern bereit, sagt Rathmann. Das Team beginnt bereits am Freitag mit dem Aufbau. Das Festival nutzt das Zelt auf dem Vereinsgelände des Sportverein 1910 Germania Steinheim an der Darmstädter Straße. Dort wird aus Teilen, die Vereine und Kirchengemeinden zur Verfügung stellen, eine Bühne aufgebaut. Die Musiker haben einen Instrumentenpool gebildet. Bei einer Vorbesprechung sind Bühnenpläne abgestimmt worden. Das Schlagzeug werde von allen Bands genutzt, das erspare Umbauzeit, sagt Rathmann. Jede Band habe eine halbe Stunde, die Umbaupausen sollen nicht mehr als 10 Minuten betragen.

Start ist am 5. August, dem letzten Feriensamstag, um 15.30 Uhr. Ein Liedermacher wird das Publikum einstimmen. Um 16 Uhr fange dann das eigentliche Festival an. Einlass ist ab 15 Uhr.

Um Alkoholexzesse auszuschließen, werden beim Zutritt Taschen kontrolliert. Die Verköstigung der Besucher übernehmen Vereine. Zudem gibt es ein Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit dem städtischen Jugendamt, zum Beispiel eine Spraykunstaktion.

Rubriklistenbild: © dpa

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