Alles Müller oder was?

Hanau ‐ Er ist vor Schmidt und Schneider der häufigste Nachname in Deutschland: Müller. Doch soviel Müller in dieser Konstellation, das ist schon ein ganz besonderer Zufall. Von Christian Spindler

Sara Müller kam am Heiligen Abend zur Welt.

Es war just Heiligabend, als im Kreißsaal am Stadtklinikum Sara und Franziska kurz nach Mitternacht bzw. um 19.54 das Licht der Welt erblickten. Beide neuen Erdenbürger heißen Müller mit Nachnamen. Ebenso wie die an Weihnachten diensthabende Kinderärztin Dr. Constanze Müller. Und auch der Chefarzt der Frauenklinik trägt just diesen Namen: Dr. Thomas Müller. Keiner der Vier ist mit dem anderen verwandt oder verschwägert, beide Mütter kennen sich nicht.

Verblüffende Gemeinsamkeiten

Saras Geburt weist erstaunlich Parallelen zu der von Franziska Müller auf.

Die ungewöhnliche „Hanauer Weihnachtsgeschichte“ weist aber noch mehr verblüffende Parallelen auf: So sind die Mütter von Sara und Franziska beide 1977 geboren; beide haben die selbe Blutgruppe: 0 Rhesus positiv. Damit nicht genug: Die „Christkinder“ Sara und Franziska waren bei der Geburt jeweils exakt 50 Zentimeter groß, und beide haben 33 Zentimeter Kopfumfang. Beide wogen auch fast genauso viel: 2830 bzw. 2900 Gramm. Und für beide wurde mit 9/10/10 just der selbe Apgar-Wert ermittelt, der das Wohlbefinden des Kindes nach der Geburt ermittelt.

Auch die glücklichen Müller-Mütter aus Hasselroth bzw. Hainburg sind laut Klinikum wohl auf. Als Weihnachts-Willkommensgruß gab es für die Müller-Babys übrigens ein Wintermützchen, gestrickt von Hebamme Chrystyna, nein, diesmal nicht Müller, sondern Mustafa.

Rubriklistenbild: © alt-f4_ / Pixelio

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