Blaulicht

Anstrengendes Wochenende für Hanaus Feuerwehr: Rund 170 Einsatzkräfte leisten etwa 18 Stunden Arbeit

Jede Menge zu tun: Die Hanauer Feuerwehr war am Wochenende nicht nur im Stadtgebiet gefordert.
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Jede Menge zu tun: Die Hanauer Feuerwehr war am Wochenende nicht nur im Stadtgebiet gefordert.

Am zurückliegenden Wochenende hatten es die Hanauer Feuerwehren mit einigen Einsätzen zu tun. Dabei mussten die Brandbekämpfer zusätzlich mit der enormen Hitze klarkommen. Am Freitag wurden die Einsatzkräfte um 13.45 Uhr zu einem Waldbrand in die Gemarkung Seipelsee in Steinheim gerufen. Dort brannten rund 1000 Quadratmeter Bodenfläche. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Steinheim und Klein-Auheim sowie die hauptamtlichen Kräfte.

Hanau – Der kräfteraubendste Einsatz war am Samstag die Unterstützung der Feuerwehr Mühlheim bei der Bekämpfung eines Flächenbrandes. Dort waren die gleichen Einheiten wie beim Waldbrand am Vortag eingesetzt. Allerdings war die Einsatzzeit gegenüber drei Stunden am Freitag bei den hochsommerlichen Temperaturen mehr als doppelt so lang. Da die Löscharbeiten zum großen Teil ohne Schatten durchgeführt werden mussten, wurde ein Abrollbehälter-Aufenthalt vor Ort gebracht. In diesem konnten der Innenraum gekühlt und die Einsatzkräfte mit Getränken versorgt werden. Bereits am frühen Sonntagmorgen wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Mittelbuchen zusammen mit den hauptamtlichen Kräften zu einem Balkonbrand gerufen. Dort hatten Anwohner bereits vor Eintreffen der Kräfte die Flammen ersticken können. Die Einsatzkräfte führten Nachlösch- und Kontrollarbeiten mit einer Wärmebildkamera durch, damit kein Glutnest übersehen wurde.

Zwei Einsätze für die Feuerwehr Hanau mussten am Sonntag parallel ausgeführt werden

Am Sonntagnachmittag gab es zwei Einsätze parallel: Der Löschzug der hauptamtlichen Kräfte fuhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage. Diese meldete ein Feuer in einem Gewerbeobjekt an der Oderstraße. Nahezu zeitgleich ging bei der Zentralen Leitstelle in Gelnhausen ein Notruf aus Steinheim ein. Dort hatte ein Kohlenmonoxid-Warner im Keller eines Hauses ausgelöst. Für diesen Einsatz wurde die Freiwillige Feuerwehr Steinheim alarmiert. Bei beiden Einsätzen konnte keine Auslöseursache festgestellt werden, sodass laut Feuerwehr von technischen Fehlalarmen auszugehen ist.

Neben diesen größeren Einsätzen wurden noch drei Einsätze zur überörtlichen Unterstützung bei einem Waldbrand in Oberrodenbach sowie einem gemeldeten Schiffsbrand in Maintal mit dem Großtanklöschfahrzeug beziehungsweise dem Hilfeleistungslöschboot geleistet. Auch innerhalb des Stadtgebietes waren noch mehrere Kleineinsätze abzuarbeiten. So wurden am Samstagabend innerhalb von einer Stunde zwei Kleinfeuer in der Innenstadt gemeldet. Diese stellten sich beide als Grillfeuer heraus. Eine Zerkleinerung eines abgebrochenen Astes, eine dringende Türöffnung sowie eine Tierrettung waren, neben den Brandeinsätzen an diesem Wochenende, als sogenannte technische Hilfeleistungen abzuarbeiten. Darüber hinaus wurde auch eine überörtliche Hilfe mit der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Großauheim in Großkrotzenburg durchgeführt. Dort waren am frühen Sonntagabend mehrere Äste eines Baumes abgebrochen und drohten auf die darunterliegende Straße und den Fußweg zu fallen.

170 Einsatzkräfte im Einsatz

Insgesamt waren über das Wochenende rund 170 Kräfte mit einer Einsatzdauer von etwa 18 Stunden, größtenteils ehrenamtlich, aktiv. Unterstützt wurde die Feuerwehr bei den Brandeinsätzen im Stadtgebiet durch Kräfte des DRK. Diese stellten die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte und kühle Getränke zur Verfügung.  das

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