Auch der Kreis will klagen

Main-Kinzig-Kreis (lhe/cs.) ‐ Main-Kinzig-Landrat Erich Pipa (SPD) befürwortet eine Klage des Kreises gegen die geplante und in Teilen genehmigte Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger.

Es sei nur konsequent, vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel gegen Block 6 juristisch vorzugehen, sagte Pipa nach Angaben eines Sprechers gestern. Beschlossene Sache ist die Klage allerdings noch nicht. Der Kreistag müsse darüber am 4. Februar abstimmen. „Die politische Diskussion dazu läuft“, so Kreissprecher John K. Mewes.

Zuvor hatten die Main-Kinzig-Grünen gefordert, dass sich der Main-Kinzig-Kreis der Klage von Hanau, Alzenau und Hainburg gegen den geplanten Ausbau des Kohlekraftwerks anschließt. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag haben die Grünen zur nächsten Kreistagssitzung am 4. Februar angekündigt. Die Öko-Partei wirft den Sozialdemokraten in der Energiepolitik mangelnde Glaubwürdigkeit und fehlende Konsequenz vor.

Der Kreistag hatte in der Vergangenheit gefordert, dass Staudinger-Betreiber Eon seine Anlagen nicht zu stark aufrüsten soll. 880 Megawatt wurden als tolerierbare Grenze genannt. Der geplante Block 6 hat eine elektrische Leistung von 1100 Megawatt.

Im Main-Kinzig-Kreis hat eine Koalition von CDU (32 Sitze) und SPD (31) das Sagen. Auf Landesebene befürwortet die schwarz-gelbe Regierung den Ausbau des Kohlekraftwerks in Großkrotzenburg. Die SPD-Landtagsfraktion hingegen sprach sich für eine Klage aus.

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