Außensanierung des Kurhauses Wilhelmsbad

Dach ist komplett abgedeckt

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Wegen Schäden am Dachgebälk musste das komplette Dach des Arkadenbaus der Kuranlage Wilhelmsbad abgedeckt werden. Insgesamt wird sich die Außensanierung des Gebäudes nun wohl bis Herbst 2017 verzögern.

Wilhelmsbad - Die Außensanierung des Kurhauses Wilhelmsbad wird länger dauern als erhofft. Das hat der FDP-Stadtverordnete Thomas Morlock vom Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn erfahren.

Grund für die Verzögerung sind Schäden am Dach des Kurhauses, die offenbar größer sind als erwartet. Hahn hat sich in einer Anfrage beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das für die Sanierung der Landesimmobilie zuständig ist, nach den noch ausstehenden Arbeiten erkundigt. In seiner Antwort macht Minister Boris Rhein (CDU) deutlich, dass für die Landesregierung die Instandsetzung der „Kleinen Parkwirtschaft“ nach ihrer Zerstörung durch einen Brand Anfang Mai vergangenen Jahres erste Priorität bei den weiteren Planungen zur Sanierung der Kuranlage Wilhelmsbad hatte. Zur Erinnerung: In der Nacht zum 4. Mai 2015 brannte die „Kleine Parkwirtschaft“, in der ein italienisches Restaurant untergebracht war, fast komplett ab. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von Brandstiftung als Ursache aus. Bis heute konnten aber keine Täter ermittelt werden, wie Jürgen Heinze, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hanau, gestern bestätigte. Auch der anfangs geäußerte Verdacht, die Brandstiftung könne im Zusammenhang mit einem Prozess gegen eine Mafia-Organisation stehen, in dem der Gaststätten-Pächter als Zeuge aufgetreten war, erhärtete sich demnach nicht.

Bereits unmittelbar nach dem Brand, bei dem ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden war, sei mit den Planungen zum Wiederaufbau der „Kleinen Parkwirtschaft“ begonnen worden, teilte das Ministerium in seiner Antwort auf Hahns Anfrage mit. Zunächst sei das Gebäude gesichert und die stark beschädigten Bereiche abgebrochen und ein Notdach errichtet worden. Derzeit werde die Bedarfsbeschreibung zum Wiederaufbau erstellt, die zum Ziel habe, das historische Gebäude wieder instand zu setzen und möglichst rasch die Wiederinbetriebnahme der Gastronomie in der „Kleinen Parkwirtschaft“ zu erreichen.

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Trotz der vorrangigen Sanierung der „Kleinen Parkwirtschaft“ würden aber auch die Sanierungsarbeiten an der Schauseite des Arkadenbaus der Wilhelmsbader Kuranlage wie geplant fortgeführt. Da jedoch hierbei erhebliche Schäden am Dachstuhl festgestellt worden seien, die eine vollständige Abdeckung des Dachs notwendig gemacht hätten, werde sich der Abschluss der Sanierung, nach Auskunft des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen voraussichtlich bis Herbst 2017 verzögern.

Wenig Hoffnung macht das Ministerium jedoch für einen raschen Beginn der Sanierung der „Großen Parkwirtschaft“ an der Parkpromenade. Mit dieser Sanierung sei wohl, bedauert Thomas Morlock, bis zum Abschluss der laufenden Instandsetzungsarbeiten nicht zu rechnen. Dies sei ein Wermutstropfen, wenn die Hanauer, wie geplant, bei einem großen Fest im Juli die Wiedereröffnung des historischen Karussells im Wilhelmsbader Park feiern können. (did)

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