Stadtparlament bringt baurechtliches Verfahren auf den Weg

Bahn-Station für Wohngebiet auf dem Bautz-Gelände gefordert

Die Odenwaldbahn passiert auch die alte Auheimer Brücke. Ein zusätzlicher Stopp auf Großauheimer Seite könnte im Zuge der Entwicklung des Bautz-Geländes sinnvoll sein, meinen die Hanauer Grünen. archivFoto: Spindler

Großauheim – Die grundsätzliche Zustimmung zu den Plänen zieht sich durch alle Reihen in der Stadtverordnetenversammlung. VON CHRISTIAN SPINDLER

Von einem „Filetstück“ bei der städtebaulichen Entwicklung spricht Thomas Straub (SPD), der Vorsitzende des parlamentarischen Struktur- und Umweltausschusses. Und auch Joachim Stamm von der oppositionellen CDU sagt, man stehe dem Projekt „sehr aufgeschlossen gegenüber“. So brachten die Stadtverordneten am Montagabend denn auch mit einem einstimmigen Beschluss das baurechtliche Verfahren für ein neues Wohnquartier auf dem früheren Bautz-Gelände in Großauheim auf den Weg.

Wie mehrfach berichtet, sollen auf dem 13 Hektar großen Areal der ehemaligen Traktoren-Fabrik immerhin 1300 Wohnungen entstehen. Bis zu 3500 Menschen sollen sich in dem neuen Wohngebiet ansiedeln. Zuletzt wurden die Hallen als Lager genutzt.

Während die Pläne für die bis zu sieben Stockwerke hohen Gebäude nun detaillierter ausgearbeitet werden sollen, kamen bei der Stadtverordnetensitzung von den Parlamentariern Initiativen zur Verkehrsthemen in dem Bereich. „Am Bahnübergang Hanauer Landstraße muss sich dann dringend was ändern“, fordert CDU-Mann Stamm. Die langen Wartezeiten dort seien „keinem mehr zuzumuten“. Die Stadt solle darum auf die Deutsche Bahn zugehen, um Abhilfe zu schaffen. Technische und bauliche Lösungen gebe es.

Ein weiterer Vorstoß kam vom Stadtverordneten und Klein-Auheimer Ortsvorsteher Sascha Feldes (Grüne). Auch er fordert den Magistrat auf: „Reden Sie mit der Bahn.“ In dem künftigen Wohngebiet gebe es die Möglichkeit zu zeigen, dass man „ökologisch unterwegs ist“ und den ÖPNV stärken wolle. Der Vorschlag von Sascha Feldes: Im Bereich des Bautz-Geländes sollte ein Haltepunkt der dort entlang fahrenden Odenwaldbahn geschaffen werden, die nach Frankfurt bzw. Michelstadt fährt.

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