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Barrierefreier Ausbau als Startschuss für den Umbau des Hanauer Hauptbahnhofs

Am Hauptbahnhof wird sich in den kommenden Jahren einiges tun.
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Am Hauptbahnhof wird sich in den kommenden Jahren einiges tun.

Das Umfeld des vor 54 Jahren eröffneten Hauptbahnhofs wird sich in den nächsten zehn Jahren vermutlich gründlich ändern. Das sind die Pläne.

Hanau – Im Bahnhof selbst soll es Umbauten an den Bahnsteigzugängen geben, die jedoch wegen der geplanten Zuführung der künftigen Nordmainischen S-Bahn nur etappenweise erfolgen können. Am 17. August beginnt der Bau eines barrierefreien Zugangs zum Bahnsteig 104/106, teilte die Stadt Hanau gestern mit. Etwa ein Jahr später folgt dann der Bau eines barrierefreien Zugangs zum Gleis 102/103. Auf den genannten Bahnsteigen sowie auf dem Bahnsteig 101 soll es neue Überdachungen, Beleuchtungen und eine neue Lautsprecheranlage geben. Die Plattform des Mittelbahnsteigs soll angehoben werden und einen neuen Bodenbelag erhalten. Ebenfalls vorgesehen ist die optische Aufwertung der Unterführung, jedoch wegen des S-Bahn-Baus vorerst nur auf einem Teilstück bis zur Auheimer Straße (wir berichteten). Die Planer rechnen mit einem Ende dieser Umbauarbeiten bis Mai 2022.

Schätzungsweise zehn Jahre könnte hingegen die geplante Umstrukturierung des gesamten Bahnhofsumfeldes dauern. Die Stadt Hanau will das gesamte Gewerbeareal nordöstlich des Bahnhofs neu ordnen. Ein verbindliches Strukturkonzept ist aber noch nicht beschlossen. Das Areal erstreckt sich vom Gelände der ehemaligen Rütgerswerke (Schwellenfabrik) über den Bauhof und das HSB-Busdepot an der Daimlerstraße bis hin zum Werksgelände der Heraeus-Quarzglas.

Heraeus will den Standort an der Quarzstraße (nicht aber das Hanauer Hauptwerk) bis 2023 nach Kleinostheim in Bayern verlegen und würde damit Flächen für eine erneute Gewerbenutzung freimachen. Als gesetzt gilt hingegen die Umgestaltung des eigentlichen Bahnhofsvorplatzes. Geplant sind unter anderem zwei Parkhäuser, optional auch ein Hotel sowie der Neubau der Verwaltung der Arbeitsagentur neben dem jetzt bestehenden Gebäude. Nach Fertigstellung des Neubaus soll das vorhandene Verwaltungsgebäude der Arbeitsagentur abgerissen werden. Die Planungen sehen auch ein Behördenhaus vor, das gemeinsam von der Bundesagentur für Arbeit und der Stadt Hanau entwickelt und genutzt werden soll. Ob und gegebenenfalls wie die Flächen des jetzigen Bauhofs und des Busdepots der Hanauer Straßenbahn in eine Neustrukturierung des Bahnhofsumfeldes einbezogen werden können, ist unklar, weil für diese stadteigenen Betriebe bislang keine Ersatzstandorte in Aussicht stehen. Für die Neugliederung des Bahnhofareals hat die Stadt Hanau bereits mit dem Erwerb privater Flächen begonnen.

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