Baugesellschaft stockt auf

Stadt plant neue bezahlbare Wohnungen

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So soll der Neubau an der Otto-Wels-Straße aussehen. Das Gebäude soll auf einer Gesamtwohnfläche von 1 775 Quadratmetern 28 barrierefreie Wohnungen bieten. Die Wohnungen sollen zwischen 55 und 89 Quadratmeter groß sein.

Hanau - Die städtische Baugesellschaft plant, im Zuge der Sanierung der Liegenschaft an der Otto-Wels-Straße 36 zusätzliche Wohnungen zu bauen. Dafür sollen die Bestandsgebäude aufgestockt und ein zusätzliches Gebäude mit 1 775 Quadratmeter Wohnfläche errichtet werden.

„Angesichts der hohen Nachfrage nach Wohnraum im gesamten Rhein-Main-Gebiet sehen wir es als unsere Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wo immer sich für uns die Gelegenheit bietet“, sagt Jens Gottwald, Geschäftsführer der städtischen Baugesellschaft. Diese plant, die bestehende Liegenschaft in der Otto-Wels-Straße nicht nur zu sanieren, sondern durch Aufstockung der Bestandsgebäude und durch einen Neubau 36 neue Wohnungen zu schaffen. „Damit nutzen wir das Potenzial, das die vorhandene Fläche auf dem Grundstück und die baulichen Voraussetzungen der Bestandsgebäude mitbringen, bestmöglich.“ Nach Abschluss des Projekts sollen rund 60 Wohnungen in zeitgemäßem Standard und einer besonders attraktiven Lage an der Kinzig und am Tiefgarten zur Verfügung stehen. Um ausreichend Parkmöglichkeiten anbieten zu können, sollen 73 neue Stellplätze geschaffen werden.

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Aufgrund der kurzen Fertigungs- und Herstellungszeiten sowie der hohen Anzahl von Mietinteressenten soll hier das Konzept des Holzhybridhauses in der Lenbachstraße, das die Baugesellschaft mit der B & O Wohnungswirtschaft GmbH errichtet hat, wieder zum Zuge kommen. Denn bisher seien die Rückmeldungen seitens der Mieter durchweg positiv. Im Zuge der Nachverdichtung soll auf dem Areal ein fünfgeschossiges Gebäude mit zwei Hauseingängen, Aufzügen und einer Gesamtwohnfläche von 1 775 Quadratmetern entstehen. Dabei soll sich die Wohnfläche auf 28 barrierefreie Wohnungen mit zwei und drei Zimmern verteilen. Die Größe der Wohnungen soll zwischen 55 und 89 Quadratmetern liegen. Die Neubau-Wohnungen sollen zu einem Staffelmietpreis ab 9,80 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Wohnungsnot als gesellschaftlicher Sprengstoff

Die vorhandenen dreigeschossigen Häuser mit vier Hauseingängen werden jeweils um ein Geschoss aufgestockt. So entstehen pro Hauseingang jeweils zwei neue Wohnungen. Insgesamt kommen in den Bestandsgebäuden somit acht zusätzliche 3-Zimmer-Wohnungen mit etwa 66 Quadratmetern durch die Aufstockung hinzu. Der Einbau von neuen Aufzügen sorgt dafür, dass künftig alle Etagen mit dem Fahrstuhl erschlossen werden. Außerdem sind umfassende Modernisierungsmaßnahmen in den Bestandsgebäuden geplant. So sollen die Fenster erneuert die Balkone saniert und das vorhandenen Wärmedämmverbundsystem verstärkt werden, die Sanierung der Hauseingänge und Treppenhäuser sowie die Sanierung der Bäder und Versorgungsstränge. „Summa summarum investiert die Baugesellschaft hier bis zum Abschluss der Bauarbeiten rund acht Millionen Euro“, sagt Jens Gottwald und unterstreicht damit die Bedeutung, die das Vorhaben für das Wohnungswirtschaftsunternehmen hat. Die ersten Bauarbeiten sollen noch im September 2018 beginnen. (ses)

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