Baustein auf dem Weg zur Ganztagsschule

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Rund 1,67 Millionen Euro sind für die Mensa geflossen, 1,5 Millionen Euro stammten aus Konjunkturfördermitteln, mit 150 000 Euro Eigenanteil war die Stadt beteiligt.

Hanau (dk) ‐ Nobel belegte Schnittchen und Sekt - das wird es in der neuen Mensa der Otto-Hahn-Schule wohl nur bei der gestrigen offiziellen Einweihung in dem hellen Flachbau gegeben haben.

Der Bau ist nach nicht einmal einem Jahr Bauzeit auf dem Gelände des ehemaligen Fahrradabstellplatzes entstanden und bietet auf 325 Quadratmetern Sitzplätze für 149 Schüler. Rund 1,67 Millionen Euro sind für die Mensa geflossen, 1,5 Millionen Euro stammten aus Konjunkturfördermitteln, mit 150 000 Euro Eigenanteil war die Stadt beteiligt.

Die Mensa sei „weder Luxus, noch Kür,“ so OB Claus Kaminsky (SPD) bei der Eröffnung, sondern ein notwendiger Baustein auf dem Weg zum Ausbau der Otto-Hahn-Schule als Ganztagsschule.

Für Schulleiter Wolfgang Schröder ist die Mensa indes nicht nur ein Ort der Essensaufnahme, sie soll auch zu einem Ort der Kommunikation und der Begegnungen werden, natürlich verbunden mit einer „Esskultur fernab von Fast-Food.“ Dennoch, auch daran ließ Schröder keinen Zweifel, die wichtigsten Impulse für Essen nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern auch als gemeinsames Erlebnis der Beteiligten, müsse von der Familie ausgehen.

Für den Schulleiter ist die neue Mensa eine gelungene Symbiose aus Funktionalität und Ästhetik. Das gestalterische Gesetz, dass die Form der Funktion folgen solle, „ist hier fantastisch gelungen,“ und die Bauarbeiten seien „fantastisch gelaufen.“ Ein Urteil, das auch die Vertreter der Schulverwaltung, der Schüler- und Elternvertretung und des Fördervereins teilten.

Schulleiter Schröder wartete auch mit einer weiteren Meldung über die Zukunft der Schule auf: Am Dienstag wird die Schulkonferenz darüber entscheiden, ob an der Otto-Hahn-Schule die verkürzte Schulzeit G 8 aufgehoben wird. Bestrebungen, an der Hahn-Schule zur neunjährigen Gymnasialzeit zurückzukehren gibt es seit einigen Monaten (wir berichteten). Im Lehrerkollegium fiel am Donnerstag bereits das Votum mit überwiegender Mehrheit für G 9 aus. Für Schuldezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold „eine sehr gute Entscheidung, weil so das Schulangebot in der Stadt noch vielfältiger wird.“

Ein Ende der Bauarbeiten an der Schule ist indes noch lange nicht in Sicht. Die Sanierungsmaßnahmen am alten Schulbau werden sich noch über zwei Jahre hinziehen.

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