Deutliches Plus bei Kita-Plätzen

Hanau - Es sind zwei gewichtige Werke, für die gestern mit der Beratung im Jugendhilfeausschuss der Gang durch die parlamentarischen Gremien begonnen hat: Der Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung der Stadt Hanau und der Schulentwicklungsplan für die weiterführenden Schulen.

Das wird allein schon daran deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Summen die Stadt Hanau in den Bereichen Schulen und Kinderbetreuung investiert. Im Jahr 2014 waren das zusammengenommen mehr als 47 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere knapp 13 Millionen Euro aus öffentlichen Zuschüssen und Gebühren. „Schule und Kinderbetreuung bilden in Hanau bereits seit Jahrzehnten parteiübergreifend den Schwerpunkt unserer Kommunalpolitik“, stellt Stadtrat Axel Weiss-Thiel fest. Ergebnis sei ein vielfältiges Schulangebot und eine quantitativ wie qualitativ attraktive Kinderbetreuung.

Allein im Bereich der Kinderbetreuung wurden in den vergangenen sechs Jahren 843 neue Kita-Plätze in Hanau geschaffen, „und das ohne Abstriche bei der Qualität“, wie Weiss-Thiel betont. Aktuell gibt es in Hanau 4833 Betreuungsplätze für Kinder von 0 bis 14 Jahren in kommunaler und freier Trägerschaft. „Wir haben vor allem auf die steigende Nachfrage berufstätiger Eltern nach Ganztagsplätzen im Bereich unter Drei und in der Schulkinderbetreuung reagiert“, erklärte der Stadtrat.

Besonders stolz ist man, dass bei den Drei- bis Sechsjährigen eine Versorgungsquote von 98 Prozent erreicht wurde. Dazu trage der gebührenfreie Halbtagesplatz in den letzten dreieinhalb Jahren vor der Einschulung bei. „Das werden wir auch beibehalten“, kündigt Weiss-Thiel an. Ein Schwerpunkt werde in den nächsten Jahren auf dem Ausbau der Schulkinderbetreuung liegen. Dabei sollen in einer noch stärkeren Vernetzung von Grundschulen, städtischem Eigenbetrieb und freien Trägern passgenaue Angebote für die einzelnen Stadtteile entstehen. Diese Betreuungsangebote für Schulkinder würden wohl vornehmlich an den Grundschulen geschaffen, da das Land Hessen dorthin seine Zuschüsse künftig fließen lassen werde. Deshalb müsse man den Wunsch vieler weiterführender Schulen, die Nachmittagsbetreuung auszubauen, dämpfen. (did)

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

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Rubriklistenbild: © dpa

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