Bissspuren an Stämmen festgestellt

Biber auf der Mainhalbinsel

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Fabian hat die Stöcke auf der Mainhalbinsel gefunden, die deutliche Bissspuren eines Bibers aufweisen.

Steinheim - Da staunte Opa Siegfried Jorda nicht schlecht, als ihn sein Enkel Fabian auf der Steinheimer Mainhalbinsel auf etwas aufmerksam machte: Mehrere Holzstämme, die offensichtlich von einem Biber ange-nagt wurden.

„Die Abdrücke der scharfen Zähne sind am Holz deutlich zu sehen. Schön, dass sich die Natur bei uns soweit erholt hat und so scheue Tiere hier wieder leben können“, freut sich der Steinheimer Siegfried Jorda über die Entdeckung seines Enkels. Aber gibt es wirklich Biber auf der Steinheimer Mainhalbinsel? Martin Schroth, Biologe bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hanau, ist sich nach Ansicht der Bilder, die Siegfried Jorda gemacht hat, sicher: „Das sind eindeutig Biber-Schnitte!“ Für den Biologen passt das aber auch ins Bild des sich insbesondere an den Main-Nebenflüssen immer weiter ausbreitenden „Dämmebauers“. „An Kahl und Kinzig gibt es bereits größere Biberpopulationen und vor kurzem wurden auch am Braubach auf Maintaler Gemarkung Biber nachgewiesen“, erklärt Schroth.

In den Wintermonaten müssten sich Jungbiber neue Reviere suchen, weil sie von ihren Eltern weggebissen würden, weiß der Fachmann von der Unteren Naturschutzbehörde. Ob sich jetzt einer dieser Jungbiber dauerhaft auf der Steinheimer Mainhalbinsel niederlassen werde oder ob es sich bei dem Tier nur um einen „Durchreisenden“ handelt, werde man in den nächsten Tagen beobachten müssen, so Schroth.

Bilder: Bundes-Kaninchenschau in Kassel

did

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