Bibliothek in einer englischen Telefonzelle

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Ortsvorsteher Rainer Wegener übergab gestern den ungewöhnlichen Bücherschrank an der Rosenau der Öffentlichkeit.

Hanau - Passend zu einer englischen Telefonzelle war gestern  das Wetter: Regen. So waren auch Schirme vonnöten, als in der Rosenau an der Ecke Frankfurter Straße/Gustav-Hoch-Straße vom Ortsbeirat Nordwest und Eugen-Kaiser-Schülern ein ungewöhnlicher öffentlicher Bücherschrank eingeweiht wurde.

Bestückt ist der „echte Hingucker“ mit Lesestoff aus unterschiedlichen Sparten. Mit von der Partie war auch „Telefonzellenbesitzer“ Timo Lindemann, dessen englisches Telefonhäuschen le jahrelang den ehemaligen „Main-Garten“ in Kesselstadt geschmückt hatte. Der Zonta-Club Hanau hatte dann die Idee eines öffentlichen Bücherschranks dem Ortsbeirat Nordwest schmackhaft gemacht und den Standort vorgeschlagen. Die Service-Organisation hat zudem die kleine öffentliche Bücherei bestückt und wird die Bibliotheks-Telefonzelle betreuen, erläuterte Ortsvorsteher Reiner Wegener.

Renoviert wurde die Telefonzelle durch Berufsschüler einer Malerklasse an der Eugen-Kaiser-Schule. „Eine berufsvorbereitende EIBE-Klasse hat zudem den Innenausbau übernommen“, erläuterte Schulleiterin Claudia Borowski. Von der 1936 gebauten Telefonzelle soll es weltweit nur noch 2000 Stück geben.

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Leseratten können sich nun Bücher aus der Telefonzelle leihen und auch selbst Bücher mitbringen und dort für andere zugänglich machen. „Wir hoffen, dass mit dem öffentlichen Bücherschrank und dem Inhalt schonend umgegangen wird“, sagte Ortsvorsteher Wegener. Ein weiterer öffentlicher Bücherschrank steht seit geraumer Zeit an der Gärtnerstraße. In Heusenstamm gab es die Idee einer Bibliothek in einer englischen Telefonzelle bereits auch schon.(hoh)

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