Am Johanniskirchplatz

3,4 Millionen Euro: Gemeindezentrum soll im Mai fertig sein

+
Eberhard Henschel von der Stadtkirchengemeinde erläuterte den aktuellen Stand der Arbeiten beim Neu- und Ausbau des künftige Gemeindezentrums am Johanneskirchplatz in der Hanauer Altstadt. Neben einem Lokal soll es dort einen Veranstaltungssaal geben. 

Hanau - Der 3,4 Millionen Euro teure Neu- und Ausbau des künftige Gemeindezentrums der evangelischen Stadtkirchengemeinde in der Alten Johanneskirche und auf dem Johanneskirchplatz geht in die letzte Phase. Von Dieter Kögel 

Bereits im Mai soll das neue Zentrum mit Bistro, Kirchenladen und Veranstaltungssaal eröffnet werden. Von den Spuren, die der Zahn der Zeit in den 47 Meter hohen Kirchturm der 1664 eingeweihten Kirche genagt hatte, ist nichts mehr zu sehen. Er präsentiert sich makellos in sauberem Weiß. Auch das Mauerwerk des Kirchenbaus ist längst einer Verjüngung unterzogen worden, die Fugen wurden ausgebessert, der Putz komplett überarbeitet.
Im Erdgeschoss der Alten Johanneskirche, die nach ihren schweren Beschädigungen im Krieg ab 1956 wieder aufgebaut, jedoch als Gemeinde- und kirchliches Verwaltungszentrum gestaltet worden ist, lassen sich die Ausmaße eines dort geplanten Bistros bereits erahnen. Die Gastronomie soll Menschen locken. Und die können dann auch unter freiem Himmel sitzen. Denn auf der Terrasse des Vorplatzes ist auch eine Außengastronomie angesagt, betonte Eberhard Henschel, Leiter des Bau- und Gebäudeausschusses der Stadtkirchengemeinde, bei einem Baustellenrundgang. An sieben Tagen in der Woche soll das Bistro geöffnet sein. Dass sich das kulinarisch lohnt, dafür gaben die beiden jungen Pächter am Samstag beim Baustellentermin mit einem pfiffigen Gastronomieangebot für die Teilnehmer der Besichtigung bereits eine deutliche Empfehlung ab.

Auch der Kirchenladen, der jetzt noch an der Krämerstraße angesiedelt ist, soll im Erdgeschoss einziehen, Räume für Küster und Büros für die Kirchenverwaltung kommen dort ebenfalls unter.

Noch ragen die Versorgungsleitungen aus Öffnungen in Decken und Wänden, noch bestimmt das Grau der Gipskartonverkleidungen die Wandfarben, und der Boden ist mit Staub bedeckt. Wie auch einen Stock höher, wo der große Saal eine erstaunliche Runderneuerung erfahren hat. Geblieben ist die große Fensterfront mit Blick auf die Pestalozzi-Schule, im Bedarfsfall verdunkelbar, um der modernen Veranstaltungstechnik zur Geltung zu verhelfen. Denn die Stadtkirchengemeinde will den Saal auch für Schulungen, Tagungen, Fortbildungen und ähnliches vermieten. Buchungen, so versichert Eberhard Henschel, „gibt es bereits einige.“ Nicht zuletzt deshalb gehen in der Stadtkirchengemeinde alle optimistisch davon aus, dass wie geplant Einweihung gefeiert werden kann. Die soll im Mai an Pfingsten stattfinden.

Neues Gemeindezentrum der evangelischen Stadtkirche

Rund 3,4 Millionen Euro kostet die Baumaßnahme, die im vergangenen Jahr begonnen worden ist. Ein Drittel der Kosten übernimmt die Landeskirche, für das zweite Drittel gewährt die Landeskirche einen Kredit, das restliche Drittel muss die Stadtkirchengemeinde aus Eigenmitteln beisteuern. Die Erlöse aus Immobilienverkäufen und der Zugriff auf Rücklagen sorgen dabei allerdings für eine entspannte Finanzierungssituation, so Henschel.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare