Nach Feuer im Wald

Brisanter Fund deutet auf Brandstiftung hin

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Das fand eine Gassigeherin im Großauheimer Wald.

Großauheim - Eine Gassigeherin hat gestern unweit vom Gnadenhof des Tierrefugiums Hanau im Wald einen Becher mit Kerze und Grillanzünder gefunden, der mutmaßlich als Brandsatz dienen sollte. In jüngster Vergangenheit war es in diesem Bereich mehrfach zu Waldbränden gekommen.

Das Forstamt Hanau-Wolfgang hat deshalb die Waldbesucher per Aushang an Bäumen zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert und gebeten, verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden.
Nach Ansicht von John D. Kraft, Vorsitzender des Tierrefugiums, könnte der Fund durchaus im Zusammenhang mit den Waldbränden stehen. Die Gassigeherin habe den Becher in eine Plastiktüte gepackt und direkt zur Polizei gebracht.

Kraft selbst ging bislang davon aus, dass die Brände möglicherweise durch Glasscherben oder weggeworfene Zigaretten unabsichtlich entzündet wurden. „Jetzt stellt sich heraus, dass da vielleicht doch Brandstiftung im Spiel war, das ist erschreckend“, so Kraft. „Denn wir leben ja hier am Waldrand und dachten, niemand würde mutwillig so ein Feuer verursachen. Dass hier aber offensichtlich so ein Irrer herumlaufen und jederzeit was anstecken könnte – sicher fühlen wir uns da nicht.“ Zuletzt ist es am 19. Juli im Großauheimer Wald zu einem größeren Feuerwehreinsatz gekommen, als an drei Stellen gleichzeitig Brände ausbrachen. (hoh)

Bilder: Waldbrand-Übung der Feuerwehr

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