Rattenfänger kommt nächstes Jahr

Wegen Corona abgesagt: Geplantes Programm der Brüder-Grimm-Festspiele kommt 2021

Sieben auf einen Streich: Das tapfere Schneiderlein gibt sich 2021 die Ehre.
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Sieben auf einen Streich: Das tapfere Schneiderlein gibt sich 2021 die Ehre.

Die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau müssen in diesem Jahr wegen der Corona-Krise ausfallen. Das diesjährige Programm soll deshalb im kommenden Jahr aufgeführt werden. 

  • Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau wegen Corona-Krise abgesagt
  • Programm wird 2021 stattfinden
  • Erheblicher finanzieller Verlust

Hanau – Nicht aufgehoben, nur aufgeschoben: Diese Devise soll für die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau gelten, die wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr bekanntlich ausfallen müssen. Intendant Frank-Lorenz Engel und sein Team haben jetzt nach Absprache mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky eine Entscheidung getroffen: Das für 2020 geplante Festspielprogramm soll ohne wesentliche Änderungen ins nächste Jahr übertragen werden.

Damit werden die Stücke „Das tapfere Schneiderlein“, „Schneeweißchen und Rosenrot“, „Der Rattenfänger von Hameln“, „Der zerbrochene Krug“ und „Das kunstseidene Mädchen“ 2021 aufgeführt. „Der Vorteil ist, dass wir für die kommende Saison nicht bei Null anfangen müssen“, sagt Intendant Frank-Lorenz Engel im städtischen Pressedienst. Trotzdem kommt damit jetzt eine ganze Menge Arbeit auf die Festspiele zu. Unter anderem kann der Zeitplan von 2020 – der wegen der Corona-Krise nicht stattfinden kann – nicht einfach auf das kommende Jahr übertragen werden, da die Ferientermine 2021 anders liegen.

Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau wegen Corona abgesagt: Programm findet 2021 statt

Außerdem sollen beim Terminplan die Spiele der wegen der Corona-Krise verschobenen Fußball-Europameisterschaft beachtet werden, die ebenfalls noch nicht endgültig terminiert sind. „Deshalb können wir aktuell noch keinen endgültigen Spielplan vorlegen, arbeiten aber mit Hochdruck daran“, so der Intendant. Die Festspiel-Saison 2021 wird aller Voraussicht nach am 14. Mai starten. Eine Reihe von Schauspielern hat laut Engel erfreulicherweise ihre Mitwirkung zugesagt.

Ein weiterer Vorteil: Zumindest ein Teil der bereits geleisteten Vorarbeiten, etwa bei Textbüchern und Kompositionen, war nicht ganz umsonst und kann für die nächste Saison genutzt werden. Das sei auch ein, wenngleich überschaubarer, Beitrag, die erheblichen finanziellen Verluste bei den Festspielen zu mindern. „Angesichts der erheblichen Ausfälle, die durch die notwendige Absage der Aufführungen in diesem Jahr entstanden sind, zählt jeder Euro“, betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Wegen der äußerst schwierigen Finanzlage, die auf die Stadt aufgrund der Corona-Pandemie zukomme, sei sparsames Wirtschaften oberstes Gebot. Die Brüder-Grimm-Festspiele sollen auch künftig jedes Jahr stattfinden, so der Oberbürgermeister.

Brüder-Grimm-Festspiele wegen Corona abgesagt: Sponsoren und Fans leisten Beitrag

Kaminsky zeigt sich angesichts dessen erneut erfreut über die große Welle der Solidarität mit Hanaus kulturellem Aushängeschild. Sponsoren und Fans leisten damit einen Beitrag, die Ausfälle zu kompensieren und die Ensemblemitglieder zu unterstützen. Viele Menschen hatten entweder auf eine Rückerstattung bereits gekaufter Tickets verzichtet oder direkt an die Festspiele gespendet. Diese Möglichkeiten bestehen weiterhin.

Der Rattenfänger von Hameln ist ebenfalls nächstes Jahr zu sehen. 

Neben dem Spendenkonto der Stadt Hanau bei der Sparkasse (IBAN: DE92 5065 0023 0000 0500 05, Verwendungszweck „BGF“) gibt es „virtuelle Tickets“, mit deren Kauf ein Beitrag zum Erhalt der Festspiele geleistet werden kann. Die Karten zu gestaffelten Preisen von 5 bis 100 Euro gibt es online bei Frankfurt-Ticket. 

kd

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