CDU fordert Geld zur Realisierung

Stadtteilkonzept: „Großauheim wachküssen“

Grossauheim - 20 Punkte umfasst das Stadtteilentwicklungskonzept für Großauheim, das nach einem monatelangen Meinungsbildungsprozess zwischen Politik und Bürgern im Juli von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde. Nun macht die CDU Druck hinsichtlich der Umsetzung. Von Dirk Iding 

Bereits fürs kommende Jahr müssten dazu Mittel im Haushalt eingestellt werden. Die Liste der Maßnahmen ist lang. Sie reicht von einem dem Hanauer City-Konjunkturprogramm ähnlichen Fassadengestaltungsprogramm für die Hauptstraße und den Rochusplatz über die Aufstellung eines Stadtteilkulturentwicklungsplans bis hin zu einem Entwicklungsplan für öffentliche Plätze einschließlich der Kinderspielplätze, Grünanlagen und des Mainufers. Insgesamt sind es 20 konkrete Vorschläge, die nach Auffassung des Großauheimer CDU-Vorsitzenden und Stadtverordneten Christopher Göbel „nun aber auch in die Umsetzung gebracht werden müssen“. Insgesamt, so Göbel, sei die Großauheimer CDU begeistert über so viel Engagement, das seitens der Bürgerschaft in den Meinungsfindungsprozess eingebracht worden sei. Auch die Unterstützung dieses Prozesses durch Mitarbeiter der Stadt Hanau sei vorbildlich gewesen. „Nun müssen die vielen guten Ideen und Konzepte auch realisiert werden. Dafür sollten im nächsten Haushalt auch die entsprechenden Mittel und personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden“, fordert Göbel.

Aus Sicht der CDU habe gerade Hanaus größter Stadtteil im Rahmen der Haushaltskonsolidierung der vergangenen Jahre Einschnitte hinnehmen müssen: „Die Öffnungszeiten des Großauheimer Museums und des Stadtteilladens wurden eingeschränkt. Die Großauheimer Bibliothek wurde geschlossen, ohne dass wir damals wussten, ob und wie es mit dieser wichtigen Einrichtung weitergeht. Und auch die beliebte Sauna im Lindenau-Bad wurde dicht gemacht“, erinnert Joachim Stamm, der Hanauer CDU-Chef, Stadtverordnete und Vorsitzende der CDU-Fraktion im Großauheimer Ortsbeirat.

Im Hanauer Haushalt 2014/15 sei man über notwendige Instandhaltungsinvestitionen für Großauheim nicht hinausgekommen. Überhaupt seien in den letzten Jahren keine „entscheidenden Entwicklungsimpulse“ für Großauheim mehr gesetzt worden. Im Ortszentrum, rund um die Hauptstraße und den Rochusplatz, zeige sich die „Stagnation des Stadtteils“ am stärksten, so Stamm: Leerstehende Geschäfte, fehlende oder ständig wechselnde Gastronomie, vernachlässigte Gebäude und Fassaden sprächen für sich.

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„Die Hoffnung und der Erwartungsdruck in der Bevölkerung sind groß, dass sich mit dem verabschiedeten Stadtentwicklungskonzept nun endlich etwas ändert“, meint Göbel. Die Eröffnung des Großauheimer Pflegezentrums am Brunnen und des „Main-Ladens“ an der Mainufer-Promenade zeigten, „welches Potenzial im Stadtteil Großauheim schlummert“. Die CDU sei davon überzeugt, dass gerade mit der Aktivierung privater Immobilieninvestitionen, einer aktiven Ladenleerstandsberatung und einem funktionierenden Fassadensanierungsprogramm spürbare Impulse gesetzt werden könnten. „Wenn wir ab 2016 bei der Stadtteilentwicklung richtig Fahrt aufnehmen, stehen die Chancen gut, dass Großauheim aus seinem schon viel zu lange dauernden Dornröschenschlaf endlich wachgeküsst wird“, so Göbel.

Rubriklistenbild: © Archiv: Kögel

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