Kultur made in Wilhelmsbad

Comoedienhaus gibt regionaler Kultur eine Bühne

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Veranstaltungskoordinatorin Sabine Oswald, Nicole Rautenberg, Petra Giesel und die fürs Marketing zuständige Sabine Maiwald-Wolf (von links) freuen sich auf die neue Spielzeit.

Hanau - Mit einem bunten Programm-Mix für Theater, Musik-, Comedy- und Kabarettliebhaber und einem neuen Label startet das Comoedienhaus in Wilhelmsbad in die neue Programmsaison. Von Laura Hombach 

Frisch aus der Taufe gehoben wurde dafür auch das Logo „Made in Wilhelmsbad“, das Produktionen kennzeichnet, die in enger Kooperation des Comoedienhauses mit Veranstaltern oder Künstlern entstanden sind. Dient die historische Spielstätte in erster Linie als Gastspielhaus, das von der Betriebsführungsgesellschaft Hanau an Veranstalter wie etwa die Volksbühne Hanau vermietet wird, ermöglichen die Kooperationsveranstaltungen dem Betreiber ein aktives Eingreifen in die Programmgestaltung. Bereits im dritten Jahr engagiert man sich seitens des Betreibers in dieser Form, mit dem Label soll dem Kind nun ein Name gegeben werden.

„Mit ,Made in Wilhelmsbad’ haben wir ein Format geschaffen, das es uns ermöglicht, mit Künstlern direkt ins Gespräch zu kommen und als Betreiber zum Kulturangebot beizutragen“, erklärt Nicole Rautenberg, Geschäftführerin der Betriebsführungsgesellschaft. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Künstlern aus der Region oder jungen Kulturschaffenden, die ohne Zutun des Comoedienhauses eher nicht auf dessen Bühne stehen würden. Unter diese Kategorie fallen im neuen Programm etwa das Classic-Pop-Swing-Cross-over-Konzert mit dem in Hanau gebürtigen Operntenor Christian Brüggemann am Freitag, 10. März. Oder der komödiantische Liederabend mit bekannten Swing und Rhythm & Blues Songs unter dem Titel „... und jetzt singt die alte Schachtel auch noch!“, gesprochen und gesungen von der als Hiltrud Hufnagel („Hiltrud & Karl-Heinz“) bekannten Petra Giesel am Freitag, 21. April.

Weiteres Ziel ist es zudem, mit bestimmten Veranstaltungen ein Publikum anzusprechen, das sonst nicht den Weg nach Wilhelmsbad finden würde. So soll Kabarettist Matthias Machwerk am Samstag, 11. Februar, vorwiegend junge Besucher in den Wilhelmsbader Park locken.

Und schlussendlich soll das neue Label auch für kulturelle Originalität stehen, bei allen damit gekennzeichneten Veranstaltungen dürfe das Publikum besondere Unterhaltung erwarten, verspricht Rautenberg. Etwa beim Kammerkonzert mit den Orchestersolisten der Neuen Philharmonie Frankfurt, bei dem am Sonntag, 19. Februar, unter dem Titel „Kammerjäger – Freischütz“ eine musikalische Reise in die deutsche Romantik ansteht.

Von den Kooperationsveranstaltungen profitieren indes beide Seiten. Denn die Betriebsführungsgesellschaft organisiert für die Künstler den Ticket-Verkauf und kümmert sich um Werbung und Plakatierung. Aufgaben, um die sich freischaffende Künstler im Zweifelsfall sonst selbst kümmern müssten. „Das ist sehr bequem“, freut sich Petra Giesel darüber, dass sie in dieser Programmsaison in den Genuss der Kooperationsvorteile kommt.

Bilder: Wilhelmsbader Sommernacht in Hanau

Rund acht bis zehn Veranstaltungen sollen pro Kalenderjahr unter dem „Made in Wilhelmsbad“-Label im Comoedienhaus angeboten werden. Auch für die kommende Saison steht mit einem Gastspiel des Ensembles des Stalburgtheaters am 10. und 11. November bereits ein Event mit Label und zugleich ein Wiedersehen mit der Familie Hesselbach an.

Aber natürlich hat das Kulturprogramm im Comoedienhaus mit den Angeboten verschiedener Veranstalter noch viel mehr zu bieten. „Für jeden Geschmack etwas“, wie Rautenberg es formuliert. Der komplette Spielplan für die im Februar beginnende Saison im Comoedienhaus liegt als Broschüre in öffentlichen Einrichtungen aus oder ist online einsehbar.

www.comoedienhaus.de

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