Nur für den Notfall

Coronavirus: Kühlcontainer wird zur Leichenhalle umfunktioniert - Was dahinter steckt

Der Kühlcontainer auf dem Friedhof in Hainburg könnte eingesetzt werden, falls die Sterberate im Zusammenhang mit Covid-19 stark ansteigt.
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Der Kühlcontainer auf dem Friedhof in Hainburg könnte eingesetzt werden, falls die Sterberate im Zusammenhang mit Covid-19 stark ansteigt.

Eine Stadt in Hessen trifft besonders vorausschauende Maßnahmen angesichts der Corona-Krise. Jetzt wurde für den Notfall sogar eine improvisierte Leichenhalle aufgestellt.

Hanau - Das Coronavirus stellt viele Städte und Gemeinden vor eine harte Probe. Es mangelt an allen Ecken und Enden, denn auf eine Krise mit so großem Ausmaß war wohl niemand vorbereitet. Die Stadt Hanau hat jetzt vorgesorgt, um für eine Verschärfung der Lage gerüstet zu sein.

Corona in Hanau: Ein Container als Leichenhalle

Um selbst für äußersten Notfall gerüstet zu sein, hat die Stadt Hanau auf dem Hauptfriedhof einen Kühl-Container mit 25 Kühlplätzen aufstellen lassen. Dieser könnte eingesetzt werden, wenn die Sterberate im Zusammenhang mit Covid-19 stark ansteigen sollte und vorhandene Kapazitäten nicht ausreichen, antwortet die Stadt auf Anfrage. 

Pro Jahr finden auf dem Hauptfriedhof 360 Bestattungen statt, auf allen Friedhöfen von Hanau zusammengenommen 873. Die Trauerhalle des Hauptfriedhofs hat 50, die Stadtteil-Friedhöfe bieten weitere 18 Kühlplätze.

Corona-Krise in Hanau: Schon oft war Hanau Vorreiter

Hanau nimmt die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus sehr ernst. So ernst, dass ab Montag (20.04.2020) in Hanau die Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie im Einzelhandel eingeführt wird. Und nicht nur das: Denn in Bus und Bahn wird das Tragen von Masken gegen eine Infektion mit dem Coronavirus auch kontrolliert.

„Nach der ersten Woche des Eingewöhnens [werden] ab 27. April spezielle Kontrollteams zum Einsatz kommen und Fahrgäste ohne Schutz von Mund und Nase leider des Busses verwiesen werden“, betont der Geschäftsführer der Hanauer Straßenbahn, Thomas Schulte, in einer Mitteilung. Denn im Nahverkehr könne das Abstandsgebot nicht immer eingehalten werden. Daher werde versucht, die Sicherheit der Bürger von Hanau gegenüber einer Infektion mit dem Coronavirus auf diese Art besser gewährleisten zu können.

ju/slo

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