Maskenkontrollen

Unterwegs auf Streife mit dem Corona-Hygieneteam der Stadt Hanau

Im Team unterwegs: Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Stadtpolizei und Sicherheitsdienst klappt reibungslos. Das Hygieneteam ist inzwischen gut eingespielt.
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Im Team unterwegs: Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Stadtpolizei und Sicherheitsdienst klappt reibungslos Das Hygieneteam ist inzwischen gut eingespielt.

Auch in Hanau gilt aufgrund der Corona-Pandemie eine verschärfte Maskenpflicht in der Innenstadt. Im Stadtgebiet kontrolliert das Hygieneteam die Einhaltung der Regeln.

  • In Hanau ist ein Hygieneteam unterwegs.
  • Es überprüft, ob sich die Menschen an die Corona-Regeln halten.
  • Diskussionen mit Corona-Leugnern sind nahezu unmöglich.

Hanau - „Setzen Sie bitte Ihre Maske auf“ – Diese Aufforderung spricht das Hygieneteam der Stadt Hanau während seiner Kontrollen inzwischen schon deutlich seltener aus. Dennoch gibt es immer noch Bürger, die von der Maskenpflicht auf belebten Plätzen und Straßen noch nichts gehört haben – oder dies zumindest vorgeben.

Von 11 bis 14 Uhr und 17 bis 20 Uhr laufen sechsköpfige Hygieneteams in der Innenstadt Streife, um die Corona-Regeln zu kontrollieren. „Es gibt viel zu tun“, sagt Uwe Niemeyer, Teamleiter des Hygieneteams. „Die Aufgaben sind größer und vielfältiger geworden. Die Lage ändert sich nahezu täglich. Wir beraten, unterstützen und kontrollieren, halten Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und recherchieren spezielle Anfragen beim Robert-Koch-Institut.“

Stadtpolizei und Sicherheitsdienst unterstützen Mitarbeiter der Stadt Hanau

Die städtischen Angestellten werden bei ihren täglichen Kontrollen von der Stadtpolizei und Mitarbeitern eines Sicherheitsdiensts unterstützt. Einheitliche schwarze Kleidung und Ausweise sollen für Transparenz sorgen. „Wir wollen, dass die Bürger wissen, mit wem sie es zu tun haben“, sagt Sven Holzschuh, der gemeinsam mit Niemeyer an der Spitze des Hygieneteams steht.

Bereit für den Kontrollgang: Das Hygieneteam der Stadt Hanau setzt sich aus Mitarbeitern der Stadt, der Stadtpolizei und eines Sicherheitsdienstes zusammen.

Die Innenstadt ist mittlerweile flächendeckend mit Hinweisschildern zur Maskenpflicht plakatiert. Nicht zuletzt diese Aktion führt dazu, dass der Großteil der Hanauer weiß, dass in der Innenstadt Maskenpflicht gilt – auch in den Geschäften. Niemeyer: „90 Prozent der Menschen, die keine Maske tragen, reagieren normal und positiv und ziehen nach Aufforderung ihre Maske sofort auf. Sie gehören zu denjenigen, denen die Maskenpflicht in der Innenstadt bisher nicht bewusst war.“

Hanau: Provokationen gegen Kontrolleure

Es gebe aber auch solche, die provozieren. Jugendliche, die sich in der Gruppe stark fühlen, die blöde Antworten geben. Und dann auch immer mal wieder Menschen, die Masken verweigern. Diese müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen.

Wer rauchen möchte oder essen und trinken will, soll sich, darum bitten Niemeyer und Holzschuh, „aus der Masse rausnehmen, soll sich neben hin stellen“. Dafür hätten leider nicht alle Bürger Verständnis.

Hanau: Hygieneteam kontrolliert Ausweise und ärztliche Befreiungen

Mancher, der ohne Maske unterwegs ist, hat dafür einen guten Grund: Asthma etwa, oder Lungenprobleme. „Diese Leute zeigen uns dann ihre ärztliche Befreiung von der Maskenpflicht vor“, erklären die Kontrolleure. Auch der Ausweis muss kontrolliert werden.

Freundlich aber bestimmt: Menschen, die sich in der Innenstadt ohne Maske bewegen, fordert das Hygieneteam auf, den Mund-Nasenschutz zu tragen.

Menschen, die Kinnvisiere tragen, werden darauf hingewiesen, dass diese nicht mehr erlaubt sind. „Lediglich Gesichts-Visiere dürfen noch getragen werden, wobei auch diese nicht mehr empfohlen sind“, informiert Niemeyer. Sollten Passanten ihre Maske vergessen haben, bekommen sie vom Hygieneteam kostenfrei Masken zur Verfügung gestellt.

Hygieneteam in Hanau: Diskussion mit Coronaleugnern „unmöglich“

„Schlimm sind die Corona-Leugner. Das ist richtig anstrengend“, sagt Holzschuh. Der 43-Jährige beschreibt eine Diskussion mit diesen Menschen als nahezu unmöglich.

Es gebe aber auch viele positive Rückmeldungen. „Leute, die dankbar sind, dass wir kontrollieren und uns das auch so sagen. Das tut gut. Und zeigt uns immer wieder, dass wir mit dem, was wir machen, auf dem richtigen Weg sind“, so Niemeyer. (Kerstin Biehl)

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