Kletterhalle

Nach Schließung wegen Corona: Kletterhalle des DAV unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder nutzbar

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Leonie sichert ab, während Mathilda endlich wieder richtig an der Kletterwand in der Hessen-Homburg-Halle trainieren kann.

Nachdem die Kletterhalle des DAV wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden war, darf sie nun unter bestimmten Hygieneregeln wieder öffnen

„Die Kinder und Jugendlichen haben schon mit den Hufen gescharrt. Denn lediglich Bewegungstraining im Kurpark Wilhelmsbad war nicht so prickelnd. Aber jetzt können wir den Trainingsbetrieb in der Kletterhalle wieder aufnehmen“, freut sich Till Barleben, Jugendreferent und Jugendleiter der Sektion Hanau des Deutschen Alpenvereins. „Wir haben in den vergangenen zwei Wochen mit Erwachsenen die Hygieneregeln durchgespielt“, berichtet Erika Labes, Vorsitzende der Hanauer DAV-Sektion, „das hat gut funktioniert und deshalb ist seit heute, Montag, die Kletterhalle auch für Nichtmitglieder wieder zugänglich.“ 

Ungewöhnlich ist, dass die Eingangstür zur Hessen-Homburg-Halle ebenso wie zur Kletterhalle offen steht. Auch die Oberfenster sind geöffnet und die Tür zum im Außenbereich aufgestellten Boulderblock steht ebenfalls offen. „So wollen wir einen möglichst großen Luftaustausch erreichen“, begründet Barleben die Maßnahmen. 

Maßnahmen zur Einhaltung der Hygieneregeln wurden getroffen

Ein Desinfektionsspender ist am Eingang nicht zu übersehen, Bodenaufkleber mit der Abstandsregel 1,5 Meter sind angebracht und an der Kletterwand selbst wird mit Schildern auf den notwendigen Abstand hingewiesen. „Maximal 14 Personen dürfen sich in der Kletterhalle aufhalten plus eine Person an der Kasse“, stellt Labes fest. Damit auch während des Kletterns die Abstände gewahrt bleiben, sind Markierungen für die aktiven Sportler und diejenigen am Boden aufgebracht, die gerade eine Pause einlegen. Ein Mundschutz ist nicht mehr notwendig, aber Kletterer und Absicherer müssen den vorgeschriebenen Abstand einhalten, bis der Kletterer in der Wand ist. Sechs Jugendgruppen gibt es bei der Hanauer DAV-Sektion, rund 80 Kinder und Jugendliche sind aktiv, gut zehnmal so viele gehören zu den knapp 4500 Mitgliedern, „damit sind wir in Hanau der größte Verein“, stellt Erika Labes nicht ohne Stolz fest. 

Besucherzahl ist durch die Hygieneregeln begrenzt

Um einen geregelten Ablauf zu gewährleisten, wurde ein Online-Anmeldesystem aufgesetzt und nur jedes zweite Seil darf besetzt sein. „Wir achten auch als Übungsleiter natürlich streng darauf, dass die Hygieneregeln eingehalten werden, aber da gibt es keine Probleme“, fügt Till Barleben hinzu. Am Montag waren die Monday Monkees die erste Jugendgruppe, die wieder in der 2007 eingeweihten Kletterhalle trainieren konnte. Auch für diese Übungsstunden gibt es einen Betreuungsschlüssel, ein ausgebildeter Betreuer oder Trainer kommt auf vier Kletterer. Dass es den Jugendlichen wieder viel Spaß macht, an einer Kletterwand zu trainieren, war deutlich zu spüren. Auch bei Barlebens Töchter Leonie und Mathilda, die für den Berichterstatter mal fix die acht Meter hohe Kletterwand erklommen.

Infos zur Kletterhalle Bedingt durch die Hygienevorschriften ist die Besucherzahl derzeit auf 14 Personen begrenzt und das Kletterzentrum vorläufig nur für Sektionsmitglieder geöffnet. Einlass erfolgt nur nach vorheriger Online-Anmeldung. Die Reservierungsbestätigung ist unaufgefordert vorzuzeigen. Das Kletterzentrum bietet über 70 vielfältige Kletterrouten, eine Naturfels-Imitation und einen Dach-Bereich. Anschrift: DAV Kletterzentrum Hessen-Homburg am Schulzentrum Hessen-Homburg, an der Curt-Möbius-Straße im Lamboyviertel.

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