Schwimmbad

Corona-Neustart im Lindenaubad in Hanau - Badegäste bleiben aus

Mitarbeiterin in Schwimmbad in Hanau desinfiziert Geländer am Beckenrand
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Pflicht in der mittäglichen Schließpause – Fachangestellte Beatrix Wangler desinfiziert sämtliche Oberflächen.

Das Lindenaubad in Hanau hat nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Am ersten Tag blieb der Ansturm der Besucher aus. Das kann aber mehrere Gründe haben.

Hanau – Seit 33 Jahren kommt Ottomar Köhler täglich ins Freibad. Der Hanauer nennt sich selbst „Dauerschwimmer“, hat 1987 seine erste Jahreskarte erworben und schwimmt seitdem fast zwei Stunden täglich.

„Heute hatte ich das Becken ganz für mich alleine“, sagt er, als er am Montagmittag aus der Umkleidekabine des Lindenaubads kommt. „Nach langen vier Monaten konnte ich heute endlich wieder Schwimmen gehen. Es war wunderbar.“

Freibad in Hanau: Bäderchef spricht von vorbildlichem Hygienekonzept

Im Gespräch mit Hanaus Bäderchef Uwe Weier lobt Köhler das „vorbildlichen Hygienekonzept“, das im Großauheimer Freibad seit Montag umgesetzt wird. Ein gut ausgeklügeltes Gästeleitsystem empfängt die Schwimmbadbesucher schon vor dem Eingang mit auf den Boden gesprayten Abstandsmarkierungen in Neongelb.

Vor dem Kassenhäuschen stehen Desinfektionsmittel. „Wenn viel Betrieb ist, wird ein Sicherheitsdienst den vorgeschriebenen Abstand überwachen“, sagt Weier.

Wetter sorgt für wenig Besucher in Freibad in Hanau

Am Montag war das nicht nötig. Gerade einmal zwanzig Gäste zählte das Kassenpersonal bis zur Mittagsschließung, die meisten davon eine Gruppe von Frühschwimmer, die seit vielen Jahren täglich kommen.

„Die überschaubare Anzahl der Gäste ist aber nicht der Coronasituation geschuldet. Bei einem solch durchwachsenen Wetter hätten wir auch zu Normalzeiten nicht mehr Gäste“, erklärt Weier.

Freibad in Hanau: Mindestabstand wird konsequent umgesetzt

Auf dem Weg zu den Umkleiden gibt eine Tafel Hinweis auf die vorherrschenden Wassertemperaturen: 22 Grad in allen Becken und damit wärmer als die Luft. Neonpfeile auf dem Boden weisen den Weg zu den Umkleiden, die laut Hygieneplan mit maximal zwei Besuchern belegt werden dürfen.

Auch in den Duschen und Toiletten ist mit Hilfe von Absperrungen für den nötigen Mindestabstand, auf dessen Notwendigkeit auch zahlreiche großflächige Aufkleber aufmerksam machen, gesorgt.

Hanau: Im Freibad wird nur in eine Richtung geschwommen

Am Beckenrand steht Schwimmmeister Paul Koser. Seine Aufgabe ist es, die Schwimmbadbesucher in die Coronaregeln im Becken einzuweisen: Schwimmen nur in eine Richtung, im Kreis und auf einer Bahn. Drei Bahnen gibt es insgesamt. Auch im Wasser sind die Abstandsregeln zu beachten, worauf auch auf entsprechenden Schildern hingewiesen wird.

Das Verlassen des Beckens erfolgt am Kopfende, dann nimmt der Besucher den Weg über die Wiese zurück zur Umkleide beziehungsweise zu seinem Liegeplatz. Nach dem Beenden der Badezeit verlässt der Gast das Freibad durch den Hintereingang.

Freibad in Hanau: Dauerschwimmer kommt jeden Tag

So wie Dauerschwimmer Ottomar Köhler. „Schwimmen ist durch nichts zu ersetzen“, sagt der Rentner und ist mit seinem ersten Freibadtag zufrieden. Eine Stunde und 50 Minuten war er im Wasser. Morgen will er wieder kommen. So wie jeden Tag im Sommer.

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