Coronavirus in Hanau

Alten- und Pflegeheime bleiben besonders gefährdet

Auch im Hanauer St. Elisabeth-Haus wurden Covid 19-Fälle nachgewiesen. Drei Bewohner sind erkrankt, zwei werden stationär behandelt. 
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Auch im Hanauer St. Elisabeth-Haus wurden Covid 19-Fälle nachgewiesen. Drei Bewohner sind erkrankt, zwei werden stationär behandelt. 

Das Coronavirus gefährdet Patienten in Alten- und Pflegeheimen besonders. In zwei Einrichtungen im Main-Kinzig-Kreis sind die Fallzahlen besonders hoch.

  • Das Coronavirus hält sich auch in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis hartnäckig
  • Besonders gefährdet sind Alten- und Pflegeheime
  • Zwei Einrichtungen beklagen besonders hohe Corona-Fallzahlen

Hanau/Main-Kinzig-Kreis – Im Main-Kinzig-Kreis sind bislang aus insgesamt elf Alten-, Pflege- und Reha-Einrichtungen Coronavirus-Fälle gemeldet worden, darunter - wie berichtet - aus dem St. Elisabethhaus in Hanau. Hohe Infektionszahlen verzeichnen insbesondere die Bad Soden-Salmünsterer Einrichtung Curata mit 25 positiven Testergebnissen sowie das Bad Orber Reha-Zentrum MediClin mit mittlerweile 20 Erkrankten unter Patienten und Mitarbeitern. In beiden Einrichtungen sind zusammen bereits sieben Tote zu beklagen.

Coronavirus in Pflegeheimen: Ansteckung über Personal

Bei aller Diskussion über Lockerungsmaßnahmen dürfe nicht vergessen werden, „dass uns der vielleicht schwierigste Teil der Corona-Pandemie noch bevorsteht“, warnen angesichts dieser Zahlen Landrat Thorsten Stolz und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Denn wenn Beschränkungen reduziert würden, gehe es noch stärker als zuvor um den Schutz von Menschen aus Risikogruppen.

„Die stationären medizinischen und pflegerischen Einrichtungen sind äußerst sensible Bereiche. Die Besuchsverbote dort sind absolut geboten“, meint Simmler. Dies zeige auch die Entwicklung in den elf Häusern mit Covid-19-Fällen. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass der Ansteckungsweg meist übers Personal führte, obwohl in den Häusern hohe Hygiene- und Schutzstandards gelten. 

Coronavirus im Main-Kinzig-Kreis: „Noch lange nicht überstanden“

„Wenn mehr und andere Personen wieder Zutritt zu den Einrichtungen erhalten, wird die Einhaltung der Vorgaben für die einzelnen Standorte noch schwieriger“, warnt Landrat Stolz und prognostiziert: „Wir werden möglicherweise eine neue Phase der Ausbreitung erleben, in der es noch mehr darum gehen wird, die Menschen in stationären Einrichtungen zu schützen.“

Das Gesundheitsamt konnte bislang in neun der elf Häuser, jeweils in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungen, einen größeren Ausbruch verhindern. Dazu wurden die Betroffenen und deren Kontaktpersonen größtenteils in den Einrichtungen selbst isoliert beziehungsweise erkranktes Personal häuslich isoliert. Dennoch sind sieben Tote zu beklagen. „Diese Entwicklung und diese Zahlen machen sehr deutlich, dass die Corona-Pandemie noch lange nicht überstanden ist und wir vor weiteren Herausforderungen stehen“, so Landrat Stolz.

In Zeiten von Corona erfährt das Autokino derzeit an vielen Orten in Hessen eine Renaissance. Auch im Main-Kinzig-Kreis wird es im Mai wegen Corona ein Autokino geben.

did

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