Country-Rock

Cover-Band ganz nah am Original: „Igels“ begeistern im ausverkauften Amphitheater

Die „Eagles“-Fans kamen bei den Stücken der erfahrenen Coverband „Igels“ auf ihre Kosten. Die Musiker brachten den mehrstimmigen Satzgesang und die anspruchsvollen Gitarrenarrangements auf den Punkt.
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Die „Eagles“-Fans kamen bei den Stücken der erfahrenen Coverband „Igels“ auf ihre Kosten. Die Musiker brachten den mehrstimmigen Satzgesang und die anspruchsvollen Gitarrenarrangements auf den Punkt.

Hanau – Rund drei Stunden konnten 249 Fans der amerikanischen Country-Rock-Band „Eagles“ im nach Corona-Regeln ausverkauften Amphitheater echtes „California West Coast-Feeling“ bei sommerlich heißen Temperaturen erleben.

Die „Igels“ mit neun Musikern aus dem Main-Kinzig-Kreis, eine der gefragtesten Eagles-Coverbands mit mehr als zehn Jahren Bühnenerfahrung, waren hier zu Gast und sorgten beim Publikum für Tanz- und Mitklatsch-Laune sowie stehende Ovationen am Ende des Konzertes.

Coverband überzeugt euch bei anspruchsvollen Songs

Die Band mit ihren zwei Lead Vocals „Don Henley und Glenn Frey“ kam dabei sehr dicht an das Original heran. Denn Tribute-Bands, die sich an die „Eagles“ heranwagen, wissen ein Lied davon zu singen: Mehrstimmiger Satzgesang und anspruchsvolle Gitarrenarrangements müssen schon auf den Punkt kommen, um dem Original gerecht zu werden und das Publikum zu begeistern - eine Gesamtleistung, die den „Igels“ leicht zu fallen schien.

Ausgerüstet mit Schlagzeug, Keyboard und rund zehn Gitarren, die wechselnd zum Einsatz kamen, erwiesen sich die „Igels“ an allen Mikrofonen als Könige der Bühne, sei es beim einleitenden Song „One of these Nights“, wie auch bei einem der schönsten Liebeslieder der Eagles, „Love will keep us alive“, oder dem auf Glenn Frey gemünzten Titel „Tequila Sunrise“.

Die erfolgreichsten Songs der Rockgeschichte im Amphitheater Hanau

Mit perfekt arrangierten Gitarren und präzisem mehrstimmigen Gesang, wobei André Amberg und Peter Schmidt als Leadsänger besonders herausstachen, verzückten die „Igels“ ihre Zuhörer und ließen sie im Rhythmus mitklatschen. Bei „Hotel California“, als Ohrwurm einer der erfolgreichsten Songs der Rockgeschichte überhaupt, schien das Publikum fast den Atem anzuhalten, während die ersten Handyfeuerzeuge direkt nach der Pause bei „Last resort“ angingen.

Man hat sich schon fast an das Bild gewöhnt: Trotz ausverkaufter Tickets wirken die Reihen im Amphitheater sehr luftig.

Mit dabei waren auch Andreas Knoll an der Akustik-Gitarre, Andreas Foidl und Andreas Meier an den Lead-Gitarren, Norbert Eckert an der Bassgitarre, Michael Amberg am Schlagzeug, Michael Kröll an den Key Boards und als „Special Guest“ Dietmar Wächtler an der Pedal-Steel-Gitarre.

Band spielt Songs aus mehreren Jahrzehnten

Wirklich umfangreich zeigte sich das Programm der „Igels“ mit rund 25 Titeln aus mehreren Jahrzehnten vor und nach der Wiedervereinigung der Eagles-Band 1994. Don Henleys trauriges Liebeslied „Heart of manner“ kam dabei ebenso gut bei den Zuschauern an wie der langsame Walzer „Take it tot he limit“ (1975) oder „Long Road of Eden“ (2007) wie auch der erste Nummer Eins-Hit der Band „Best of my love“ (1974). Nicht nur am Ende hielt es die Fans nicht mehr auf den Plätzen.

Zu „Heartache tonight“ (1979) wurde ordentlich getanzt, bevor mit der Ballade „Desperado“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahre 1973 dieses mitreißend gefühlvolle Sommerkonzert vor einem mehr als zufriedenen Publikum endete.

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