Kohlekraftwerk Staudinger

Eon darf Wasser aus Main nutzen

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Das Kraftwerk Staudinger bei Hanau. Foto: dpa

Kassel - Der Kraftwerksbetreiber Eon darf das Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg zunächst weiter mit Mainwasser kühlen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel wies gestern zwei Klagen der Deutschen Umwelthilfe ab.

Diese hatte gegen zwei Erlaubnisse des Regierungspräsidiums Darmstadt für die Entnahme von Wasser aus dem Main zum Kühlen der Kraftwerksblöcke 4 und 5 und die Einleitung von Abwasser in den Main geklagt. Eine Erlaubnis gilt seit 2013 und noch bis Ende 2015, die andere von 2016 bis 2028. „Der Senat sieht die wasserrechtlichen Erlaubnisse nicht als rechtswidrig an“, sagte die Vorsitzende Richterin. Das Gericht ließ wegen grundsätzlicher Bedeutung in mehreren Fragen eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht zu. Nach Angaben von Eon werden für die Kühlung rund 75.000 Kubikmeter Wasser pro Tag dem Main entnommen. Unter anderem ging es vor Gericht um spezielle Reinigungsverfahren zur Behandlung von Abwasser. „Rechtlich verbindlich sind die Grenzwerte, und die werden unterschritten“, erklärte die Richterin.

Tag der offenen Tür im Staudinger-Kraftwerk

dpa

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