Grundstück am Spitzenweg

Das Suchen hat ein Ende: Großauheimer Pfadfinder bekommen neues Vereinsheim

Erich Kurzschenkel, Stefan Hampel und Thomas Klauser vom Fördervereinsvorstand freuen sich mit ihrem Nachwuchs über die Wiese am Spitzenweg, auf dem möglichst bis 2022 das neue Pfadfinderheim entstehen soll.
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Erich Kurzschenkel, Stefan Hampel und Thomas Klauser vom Fördervereinsvorstand freuen sich mit ihrem Nachwuchs über die Wiese am Spitzenweg, auf dem möglichst bis 2022 das neue Pfadfinderheim entstehen soll.

Es waren nur wenige Unterschriften, aber für die Großauheimer Pfadfinder bedeuten sie einen großen Schritt auf dem Weg zu einem eigenen, neuen Vereinsheim. Der Vorstand des Freundes- und Förderkreises der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, Stamm St. Paul Großauheim hat für ein städtisches Grundstück am Spitzenweg einen Erbbaupachtvertrag unterschrieben.

Hanau - Das rund 900 Quadratmeter große Grundstück hatte die Stadt Hanau vor vielen Jahrzehnten von der Deutschen Bahn gekauft. Plan war damals, dort eine Unterführung unter der stark frequentierten Bahnstrecke Frankfurt – Würzburg zu bauen. Die Pläne für eine unterirdische Passage zur gegenüberliegenden Seite in Höhe „Arnim’sche Villa“ und Marienpark-Gelände wurden jedoch nicht realisiert.

Zum Glück für die rührigen Pfadfinder, die seit dem Auszug aus ihrem ehemaligen Domizil, dem Alten Pfarrhaus an der Alten Langgasse, Ende 2018 auf der Suche nach einem neuen Zuhause waren.

„Wir haben schon länger nach Objekten und einem geeigneten Grundstück für uns Pfadfinder geschaut. Sieben Grundstücke und Gebäude waren im Gespräch, alle wurden von uns in Augenschein genommen“, freuen sich Stefan Hampel sowie seine Vorstandskollegen Eric Kurzschenkel und Thomas Klauer, dass die Suche nun ein Ende habe. „Ein Entwurf für unser neues Pfadfinderheim steht bereits“, sagt Stefan Hampel, Vorsitzender des 55-köpfigen Fördervereins, der die 80 jungen Pfadfinder vom Stamm St. Paul in der Deutschen Pfadfinderschaft finanziell und mit Diensten bei Festen und Veranstaltungen unterstützt.

Das Emblem der Großauheimer Pfadfinder mit der Jacobsmuschel.

„Nun wollen wir die Baugenehmigung für das neue Pfadfinderheim auf den Weg bringen. Wir hoffen, dass es Mitte 2021 mit dem Bau losgehen kann“, blickt Stefan Hampel voraus und dankt „Schirmherr“ Claus Kaminsky für die Unterstützung bei der Suche. Doch bevor der Grundstein gelegt werden kann, muss – in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde – noch die Fällgenehmigung für zwei der sechs auf dem Gelände stehenden Bäume eingeholt werden.

Das neue Pfadfinderheim, für das Kosten in Höhe von rund 400 000 Euro kalkuliert sind, soll eine Grundfläche von 160 Quadratmeter haben. In eineinhalbgeschossiger Bauweise soll es mit einem Pultdach errichtet werden. Im Erdgeschoss sind zwei Gruppenräume, Küche, Lager, Haustechnik- und Sanitärräume vorgesehen, im Obergeschoss ein Mehrzweckraum und ein Büro. Das funktionale Gebäude, das in ökologisch-nachhaltiger Weise errichtet werden soll, wird direkt am Spitzenweg gebaut.

„Nach hinten, zur Bahnlinie hin, soll eine große Freifläche erhalten bleiben – ideal, um dort Zelte aufzubauen. Die Wiese wird unser wichtigster Gruppenraum“, erklärt Eric Kurzschenkel. Die Außenanlage werde man in Zusammenarbeit mit der Meisterschule im Garten- und Landschaftsbau der Hanauer Eugen-Kaiser-Schule gestalten, ergänzt Stefan Hampel.

2022 feiern die Großauheimer Pfadfinder ihr 90-jähriges Bestehen. Ziel sei es, dass dieses Jubiläum bereits im neuen Vereinsheim stattfinden kann. Allerdings sind die Pfadfinder dafür auch noch auf finanzielle Unterstützung und Sponsoren angewiesen. „Unsere Fördervereinsmitteln sind natürlich begrenzt, deswegen sind wir für jede Unterstützung dankbar“, sagte Hampel.

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