Parkkonzept dürfte für Debatten sorgen

Hanau: Neues Parkkonzept vorgestellt – „Das wird nicht jedem gefallen“

Entlang der Seligenstädter und Geleitstraße wird meist halb auf den Gehwegen geparkt. Ein Parkraumkonzept von HIS sieht vor, dass künftig Autos nur noch in voller Breite auf der Straße abgestellt werden dürfen.
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Entlang der Seligenstädter und Geleitstraße wird meist halb auf den Gehwegen geparkt. Ein Parkraumkonzept von HIS sieht vor, dass künftig Autos nur noch in voller Breite auf der Straße abgestellt werden dürfen.

Im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim wird es ein Entwurf für ein neues Parkraumkonzept der Hauptstraßen vorgelegt. Der Vorschlag bietet Diskussionsstoff.

Hanau – Die Diskussion über die Verkehrssituation in der Seligenstädter und Geleitstraße, den Hauptdurchgangsstraßen im Stadtteil, ist ein Dauerbrenner im Klein-Auheimer Ortsbeirat. Nun hat der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) auch auf Bitten des Stadtteilparlaments einen Entwurf für ein Parkraumkonzept entlang der beiden Straßen vorgelegt.

Parkkonzept in Hanau wird „noch für heftige Debatten im Stadtteil“ sorgen

Und Ortsvorsteher Sascha Feldes (Grüne) ist sich sicher, dass dieses Papier „noch für heftige Debatten im Stadtteil“ sorgen wird. Denn das Konzept sieht im Wesentlichen vor, dass Autos entlang der beiden Straßen künftig nicht mehr - wie bisher geduldet - halb auf den Gehwegen parken, sondern in voller Breite im Straßenraum. Versetzt aufgebrachte markierte Stellflächen auf beiden Seiten sollen dann auch einen Beitrag dazu leisten, dass in Seligenstädter und Geleitstraße deutlich langsamer gefahren wird.

Zwar gilt auch dort seit einiger Zeit auf fast der gesamten Länge der Straßen Tempo 30, doch nach Auffassung der Klein-Auheimer Ortsbeiratsmitglieder, die am Mittwochabend in ihrer Sitzung im Versammlungsraum der Willi-Rehbein-Halle das Parkkonzept der Verwaltung erst einmal nur zur Kenntnis nahmen, halten sich zu wenige Autofahrer an die Vorgaben. Nach wie vor werde auf der Hauptdurchgangsstraße oft zu schnell gefahren, hieß es.

Neues Parkkonzept in Hanau würde nur zehn Parkplätze kosten

Markierte Parkflächen im Straßenraum bedeuten aber nicht nur, dass es auf der Seligenstädter und Geleitstraße künftig (noch) enger zugehen könnte, laut Konzept der Verwaltung fallen dann auch einige Parkplätze weg, unter anderem weil für Ausweichverkehr, etwa für die großen Gelenkbusse, ausreichend Platz sein muss. Bei einer Videoanalyse der Parksituation entlang der Seligenstädter und Geleitstraße an einem Werktag im April vorigen Jahres hatten die Experten von HIS 54 halb auf den Gehwegen geparkte Autos festgestellt. Nach dem nun vorliegenden Konzeptentwurf könnten entlang der gesamten Strecke zwischen Einmündung Brüder-Bauer-Straße und Einmündung Burggartsweidig insgesamt 44 markierte Stellflächen im Straßenraum geschaffen werden.

Dass „nur zehn Parkplätze“ durch die Neukonzeption wegfallen würden, habe ihn positiv überrascht, erklärte Ortsvorsteher Feldes: „Wenn künftig alle auf der Straße parken sollen, hätte ich damit gerechnet, dass weit mehr Stellplätze gestrichen werden müssen.“

Neues Parkkonzept würde für einige Anwohner in Hanau schwerere Parkplatzsuche bedeuten

Allerdings sind die einzelnen Streckenabschnitte laut der vorliegenden Parkraumkonzeption unterschiedlich betroffen. Während im Abschnitt zwischen Burggartsweidig und Mainzer Straße sogar fünf Plätze hinzukommen könnten, würden im Abschnitt zwischen Brüder-Bauer- und Rathausstraße zehn Stellflächen und im Abschnitt zwischen Rathausstraße und Mainzer Straße noch einmal weitere fünf Stellplätze wegfallen. Davon wären dann auch die dortigen Anlieger betroffen, von denen sich wahrscheinlich zwar viele eine weitere Verkehrsberuhigung vor ihrer Haustür wünschen, aber gleichzeitig wohl auch gerne weiterhin einen Parkplatz vor derselbigen hätten.

„Das wird nicht jedem gefallen“, ahnt Ortsvorsteher Feldes, zumal man auch damit rechnen müsse, dass wenn die Durchfahrt auf der Hauptdurchgangsstraße erschwert werde, es zu einem Ausweichen der Autofahrer auf die Nebenstrecken kommen werde. Anfang des nächsten Jahres will der Ortsbeirat auf Grundlage des von HIS vorgelegten Konzepts weiter diskutieren und möglicherweise Empfehlungen an die Verwaltung geben. (Dirk Iding)

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