Die Bayern kommen

FFP2-Pflicht: Apotheken in Hanau erleben hohe Nachfrage

Die Nachfrage nach FFP2-Masken ist besonders seit der kostenlosen Ausgabe an Risikogruppen groß. In Hanauer Apotheken (im Bild die Fasanen-Apotheke) kommen nun auch noch viele Kunden aus Bayern hinzu.
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Die Nachfrage nach FFP2-Masken ist besonders seit der kostenlosen Ausgabe an Risikogruppen groß. In Hanauer Apotheken (im Bild die Fasanen-Apotheke) kommen nun auch noch viele Kunden aus Bayern hinzu.

Ab Montag müssen die Menschen im benachbarten Bayern beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr sogenannte FFP2-Masken tragen. Der Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist heftig umstritten – und sorgt auch prompt für ungewollte Blüten: Menschen aus dem Freistaat fahren bis nach Hanau, um sich mit Masken einzudecken, wie Inhaber Ernst Meyer von der Fasanen-Apotheke an der Geleitstraße in Hanau Klein-Auheim berichtet.

Hanau Klein-Auheim/Großauheim – „Wir hatten jetzt schon mehrere Kunden, die aus Bayern hierher kamen, um FFP2-Masken zu kaufen“, so Meyer, „sie sagen, dass in einigen Apotheken in Bayern die Masken schon ausverkauft waren.“ Tendenziell hat der Klein-Auheimer Apotheker allerdings schon vorher den Wandel zu den Masken mit höherer Schutzwirkung festgestellt. Besonders die kostenfreie Ausgabe an Menschen über 60 habe die Nachfrage enorm erhöht. Doch es kommt laut Meyer häufig noch zu Missverständnissen, da die Betroffenen ihre Berechtigungsscheine für die FFP2-Masken nicht dabei hätten. Einen Engpass im Bestand an FFP2-Masken sieht Meyer allerdings in seiner Apotheke nicht kommen.

Hanau: Apotheken mit hoher Nachfrage aus Bayern

Auch bei Giuseppe Polizzotto, Inhaber der Linda Einhorn-Apotheke an der John-F.-Kennedy-Straße in Hanau sind die Lager gut gefüllt: „Ich habe noch 6000 Stück vorrätig“, sagt der Apotheker. Er verspüre bisher allerdings noch kein größeres Aufkommen an Kunden aus Bayern. Bei ihm sind die Masken für gut 3,50 Euro das Stück zu erhalten. Er verurteilt den Preiswucher, den manche mit den FFP2-Masken betreiben und die Not mancher Menschen ausnutzen. „Ich habe schon davon gehört, dass einige die Masken für zwölf Euro verkaufen, das ist klar zu teuer“, sagt Polizzotto. Zu Beginn der Pandemie seien solche Preise zwar noch normal gewesen, mittlerweile seien die FFP2-Masken aber viel günstiger im Einkauf geworden. Der Apotheker empfiehlt jedem, beispielsweise in Arztpraxen oder in Umgebungen mit erhöhter Ansteckungsgefahr lieber zu FFP2-Masken zu greifen.

Hanau: FFP2-Pflicht in Bayern führt zu ungewollter Blüte

Noch näher an der bayrischen Grenzen ist die Limes-Apotheke in Großkrotzenburg. Inhaber Rainer Schweitzer berichtet von einer deutlich höheren Nachfrage: „Es kommen viele Menschen aus Bayern zu uns, weil die Masken dort schon vergriffen sind.“ Die Nachfrage habe sich innerhalb weniger Tage verdoppelt, so Schweitzer.

(Lukas Reus)

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