Ortsbeirat Steinheim

Diskussion um Radboxen und Infotafeln am Main

Um derartige Fahrradboxen drehte sich die Diskussion im Ortsbeirat Steinheim am Donnerstagabend. 
archiv/foto: peter dahm
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Um derartige Fahrradboxen drehte sich die Diskussion im Ortsbeirat Steinheim am Donnerstagabend.

Wer Fahrräder an öffentlichen Plätzen sicher abstellen will, der greift zu sogenannten Fahrradboxen. Gegen eine Gebühr kann das Rad sicher wie in einem großen Spind verschlossen werden. Ob die Kulturhalle auch mit entsprechenden Fahrradboxen ausgestattet werden soll, wurde am Donnerstag bei der Sitzung des Steinheimer Ortsbeirats rege diskutiert.

Steinheim – Der Antrag der SPD stieß dabei zunächst auf Ablehnung. Im Antrag hieß es nämlich, dass die Fahrradboxen auf dem Platz vor der Kulturhalle installiert werden sollen. Gerade die CDU-Fraktion um ihren designierten Oberbürgermeisterkandidaten Jens Böhringer wehrte sich dagegen, dass Fahrradboxen auf dem Platz vor der Kulturhalle aufgestellt werden: „Der Vorplatz wurde erst neu und aufwendig gestaltet, die Fahrradboxen würden den Platz architektonisch nicht guttun“, so Böhringer. Außerdem habe der Vorplatz der Kulturhalle bereits acht Fahrradbügel für insgesamt 16 Fahrräder, die für den meist kurzen Aufenthalt von zwei bis drei Stunden in der Kulturhalle ausreichend seien.

SPD-Ortsbeirat Dr. Hans Katzer argumentierte dagegen, dass der Trend zum Fahrrad gehe und dies politisch auch so gewollt sei. Deshalb müsse die Politik dafür sorge tragen, dass auch die nötige Infrastruktur geschaffen werde, damit Fahrradfahrer ein gewisses Sicherheitsgefühl bekommen. Doch die CDU-Fraktion lehnte den Antrag weiterhin ab. Letztendlich einigte sich der Ortsbeirat Steinheim darauf, dass der Antrag umgeschrieben wird und die Fahrradboxen an die Seite der Kulturhalle hinkommen sollten.

Auch das Problem der Kneipp-Anlage war Thema im Ortsbeirat. Durch das keimlastige Wasser ist die Kneipp-Anlage zur Zeit außer Betrieb (wir berichteten). Doch gerade für Kneipp-Liebhaber und junge Familien sei die Wasserstelle gerade im Sommer eine willkommene Abkühlung, wie Antragsteller und Ortsvorsteher Klaus Romeis (CDU) berichtete. Zwar gebe es, so Romeis, verschiedene Ideen zur Reinigung, allerdings sei noch ungewiss, ob dies auch wie geplant funktioniere und die Wasserqualität wiederhergestellt werden könne.

Des Weiteren wurden zwei weitere Anträge von CDU und FDP einstimmig angenommen, bei denen der Ortsbeirat darüber informiert werden soll, warum die S-Bahn-Unterführung bei Starkregen immer wieder mit Wasser vollläuft und wie dafür sorge getragen werden kann, dass die Unterführung auch bei Unwetter passierbar bleibt.

Zudem wurden neue Schilder vorgestellt, die Radfahrer, Wanderer und Touristen Informationen über Steinheim liefern sollen. Diese sollen unterhalb des Maintores und am Schiffsanleger aufgestellt werden. Dazu waren Uta Fischer von der Medienagentur ffm crossmedia und Lothar Hain vom Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Hanau anwesend, die die Schilder vorstellten. Die Infotafeln sollen die Schilder des Altstadtrundgangs komplettieren (wir berichteten) Auf den 1,10 Meter großen Tafeln sind sowohl eine Karte Steinheims als auch viele kleine Informationstexte zu den Sehenswürdigkeiten der Steinheimer Altstadt abgebildet. In jedem Abschnitt führen QR-Codes zu dem jeweiligen Internetauftritt der Stadt Hanau, der für Interessierte weiterführende Infos bereit hält. Die Tafeln sollen voraussichtlich im Oktober aufgestellt werden.

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