Bieranstich beim Rochusmarkt

Drei Schläge ohne Panne

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Der Grüne hat dem Schwarzen unfallfrei eingeschenkt: Stadtrat Andreas Kowol (rechts) gibt Freibier zum Auftakt des Großauheimer Rochusmarktes an Gewerbevereinsmitglied und CDU-Chef Joachim Stamm weiter.

Großauheim - Kurz nach 14 Uhr ist gestern ein Fass Freibier auf dem Rochusplatz angestochen worden. Offizieller Auftakt für den 38. Großauheimer Rochusmarkt entlang der Hauptstraße und Großkrotzenburger Straße.

Dort präsentieren sich rund 80 Mitglieder des Großauheimer Gewerbevereins und viele Großauheimer Vereine. Dazu gibt es Tanz, Musik und viel Unterhaltung. Bis Sonntagabend um 18 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm das Tradition hat und einen guten Namen weit über Großauheims Stadtgrenzen hinaus. Bei Frankenwein und Hörsteiner Federweißem hatten die Gäste auf der grünen Insel des Rochusplatzes recht gemütliche Aussichtsplattformen für den Blick auf die Bühne. Dort stand das hölzerne Fass bereit, an dem sich Hanaus Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) erneut versuchen wollte. Im vergangenen, so erinnerte sich mancher Zuschauer, sei da ja wohl einiges schief gelaufen. Nicht so beim 38. Rochusmarkt. Mit drei gut gesetzten Schlägen trieb Kowol den Zapfhahn ins Spundloch, das erste Bier konnte in den Maßkrug rinnen.

„Wir schaffen es immer wieder, den Rochusmarkt zu organisieren,“ freute sich Elke Scholz vom veranstaltenden Gewerbeverein bei ihrer Begrüßung. Und das nicht zu knapp: gerade 200 Meter lang sei der Markt bei seiner Premiere im Herbst 1977 gewesen, erinnerte Scholz. Das habe sich im Laufe der Zeit vervielfacht, immer mehr Geschäfte und Vereine hätten sich beteiligt und den Rochusmarkt zum überregional beliebten Treffpunkt gemacht.

Tausende beim 37. Rochusmarkt (2013)

Tausende beim 37. Rochusmarkt

Angesichts der zunehmenden Geschäftsaufgaben in Großauheim müsse aber schon die Frage gestellt werden „Wie sieht es in zehn Jahren aus?“ Damit auch dann noch ein Rochusmarkt gefeiert werden kann, sieht Andreas Kowol auch die Stadt in der Pflicht. Infrastrukturelle Verbesserungen wie die Parkplatzsituation oder die Weiterentwicklung der Außenbezirke müssten angegangen werden.

(dk)

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